Ein Sehnsuchtsort früherer Jahrhunderte inspirierte den Baumeister der Heilig-Grab-Kapelle in Weiterdingen. Sie entstand Ende des 17. Jahrhunderts nach dem Original in Jerusalem und wurde später im Stil der Renaissance ausgemalt, nach Bildwerken des berühmten renaissance-Malers Fra Angelico (ca. 1395- 1455), die heute in Florentiner Museen zu bewundern sind.
Der Kapellenhof liegt etwas abseits der Straße auf einer Anhöhe. Ungewöhnlich ist die um 1732 hinzugefügte Mauerumfriedung mit Kreuzwegstationen und zwei seitlichen Zugängen.
Die Kapelle selbst besteht nur aus einer Nachbildung der Grabkammer und einem Vorraum mit Nachbildungen der Leidenswerkzeuge. Eine zweiflügelige Tür öffnet den Altarraum für die Pilger, die auf der Wiese vor der Kapelle am Gottesdienst teilnehmen können.
Literatur: Reinhard FRAUENFELDER , Die Heiliggrab-Kapelle bei Weiterdingen, in: Hegau 5, 1958, S. 57-62
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