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Wie haben unsere Vorfahren in der Steinzeit gelebt? Warum steht die Wiege der deutschen Demokratie in Offenburg? Weshalb liegt der „Taufschein Amerikas“ hier im Museum?
Wer sich im Ritterhaus auf die Spurensuche der Geschichte Offenburgs begibt, merkt schnell, dass diese nicht an den Stadtgrenzen haltmacht. Deshalb lautet das Motto: „Die ganze Welt in einem Haus“.
Absolut sehenswert: die Waldseemüllerkarte in der stadtgeschichtlichen Ausstellung.
Diese Globussegmentkarte gilt als Taufschein Amerikas. Weltweit sind nur vier Stück dieser Art erhalten geblieben. Und nur Offenburg zeigt die 500 Jahre alte Karte regelmäßig im Original.
In der Jagdtrophäensammlung Crohn mit ihren eindrucksvollen Tierpräparaten setzt sich das Museum kritisch mit dem Kolonialismus und der Herkunft seiner Ausstellungsstücke auseinander.
Natur zum Anfassen: Die naturkundliche Ausstellung im zweiten Stock ist das perfekte Ausflugsziel für Familien.
Wetterunabhängig können sie hier ganz in „Wald – Land – Fluss“ eintauchen und jede Menge über die Natur und seine Bewohner lernen. Dabei setzt die Ausstellung auf Fühl- und Ausprobierstationen und eine gemütliche Leseecke mit Waldklängen.
Das Obergeschoss lädt zur Reise in die Erdgeschichte ein. Mit der Zeitmaschine reisen Kinder und Jugendliche in die verschiedenen Erdzeitalter und erfahren, welche Gefahren etwa im Karbon lauerten.
In einem nachgebauten Stollen finden die Kinder heraus, für welche Gesteine sich früher der Gang „unter Tage“ lohnte.
Buntes Programm und Sonderausstellung: Das Museum im Ritterhaus lädt neben Vorträgen und Führungen für Erwachsene besonders die kleinen Gäste zu zahlreichen Veranstaltungen ein.
In Kursen für verschiedene Altersstufen können sie nicht nur einen Blick hinter die Kulissen werfen, sondern auch selbst aktiv werden.
Durch die wechselnden Sonderausstellungen lohnt sich ein Besuch im Museum im Ritterhaus immer wieder.
Nicht weit vom Museum entfernt befindet sich die Offenburger Mikwe, ein rituelles Judenbad im Zentrum der Offenburger Altstadt.
Dieser Ort zeugt davon, dass es in der Stadt im 14. Jahrhundert eine wohlhabende jüdische Gemeinde gegeben haben muss. Ob die Mikwe im 14. oder im 17. Jahrhundert gebaut wurde, ist unter Archäologen umstritten. Viele Indizien sprechen jedoch für einen spätmittelalterlichen Bau.
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