Viel Schnee mit bitterkaltem Frost erleben, lange Eiszapfen an den Dachkanten der Häuser bemerken, auf gefrorenen Wasserpfützen rutschen, riesige Schneemänner bauen, von jedem Hügel im Dorf mit dem Schlitten rodeln – diese Winterbilder haben gewiss viele Erwachsene aus ihrer eigenen Kindheit lebhaft in ihrer Erinnerung.
Aber in den letzten Jahren war es überwiegend winterlich-nasskalt, graugrün und schlammig wirkte die Winterlandschaft auf den ersten Blick, Schnee und Eis waren ein seltener Anblick und nicht von Dauer.
Dennoch ist es draußen für die Kinder auch in der kalten Jahreszeit spannend. Gemeinsames Spielen, Zusammensein mit den besten Freundinnen und Freunden, Beobachten und Entdecken, Durchatmen unter grauem oder auch strahlend blauem Winterhimmel – das geht auch bei ungemütlichem Wetter. Viele spontane Ereignisse warten auf ihre Entdeckung, dabei ist es den Kindern vergönnt, dass sie die Gelegenheit zum Spiel treffsicher ergreifen. Winter und Kälte sind zwar vorhanden, richten aber gegen Fröhlichkeit in der Gemeinschaft nichts aus.
Manchmal liegt sogar ein Hauch von Frühling in der Luft. Erste Gänseblümchen strecken zaghaft ihre Blüten aus dem winterlichen Rasen heraus, manchmal zwitschert ein munterer Vogel in der Wintersonne und verbreitet eine Ahnung von Frühling. Lassen sich die Kinder auf solche Augenblicke ein, erleben sie lebhaft die verborgene Schönheit in einer nur vordergründig eintönig-erstarrten Umgebung unmittelbar draußen vor der Tür.
Winterzeit bietet viele Gelegenheiten zur Flucht aus dem Alltag, den Kindern ist diese Gabe vergönnt, in der Gegenwart aufzugehen und das Schöne zu finden – übrigens nicht nur zur nasskalten Winterzeit.