Die Stadtwerke nehmen Kurs auf die Umsetzung der Photovoltaikstrategie und gehen hierzu zwei neue Projekte an. Das Dach des Kombinationsbaus Jugendzentrum/Gotthard-Müller-Halle wird mit einer großen Photovoltaikanlage belegt, die Sporthalle beim Elisabeth-Selbert-Gymnasium mit einer kleineren. Fragen ergaben sich zur Wirtschaftlichkeit, da wir im Sommer bzw. bei schönem Wetter eine sehr hohe Erzeugung haben, was dann möglicherweise zu negativen Einspeisungspreisen führen könnte. Deswegen wird die Koppelung mit einem großen Batteriespeicher geprüft, der dann den mittags erzeugten Strom aufnehmen kann und diesen dann nachts entweder wieder zu positiven Preisen ins Netz abgibt oder zur Eigennutzung zur Verfügung steht. Der Bezug von Fremdstrom wird dann entsprechend reduziert und die Kosten sinken. Es stellt sich auch die Frage, ob der selbst erzeugte Strom gezielt für Ladesäulen zur Verfügung gestellt werden kann, was wiederum zu höheren Verkaufserlösen führen könnte. Der Strom kann auch für die zu installierenden Wärmepumpen für die Nahwärmeversorgung eingesetzt und die bestehenden Blockheizkraftwerke entsprechend abgeschaltet werden. Es gilt, kreative Wege der Vermarktung zu finden.
(S. Zimmermann)