
Die Grafen von Zollern wussten damals, vor rund 1000 Jahren, schon ganz genau, weshalb sie ihre Burg auf dem markanten Kegelberg errichteten, der sich zwischen Stuttgart und dem Bodensee direkt vor dem Schwäbischen Albtrauf erhebt. Der Zollerberg machte es nämlich durch seine Steilhänge Angreifern nahezu unmöglich, schweres Geschütz aufzufahren. Außerdem bot er eine Rundumsicht, so weit das Auge reichte – ein weiterer militärischer Vorteil.
Aus der anfänglich kleinen Festung sollte sich das Stammhaus der Familie Hohenzollern entwickeln, aus der neben den schwäbischen Grafen und Fürsten auch die preußischen Könige und die deutschen Kaiser hervorgingen. Bei der heutigen Burg handelt es sich bereits um die dritte Festung auf dem Berg. Nach Zerstörung und Verfall der beiden Vorgängerinnen aus dem 11. und 15. Jahrhundert wurde sie von 1850 bis 1867 wiedererrichtet.
Das Säbelrasseln ist lange verstummt. Heute lässt sich die Burg von friedlichen Touristen aus aller Welt erobern – jeden Tag aufs Neue. Diese genießen dann einen Rundblick über die gesamt Region Zollernalb mit einer Fernsicht von bis zu 100 Kilometer.
Neben der majestätischen Aussicht bietet die Burg ihren Besuchern natürlich auch Einblicke in ihr prachtvolles Interieur, wie etwa in den Grafensaal, den Blauen Salon oder in die Schatzkammer. Echte Ritterrüstungen gibt es natürlich auch zu bestaunen – im Silberkeller direkt unter der Schatzkammer. Durch all die royalen Gemächer können die Besucher nach Belieben und im eigenen Tempo flanieren. Die kostenlose Burg-App leistet hierzu informative Dienste. Zudem steht hilfsbereites Personal Rede und Antwort.
Das Burg-Restaurant wartet mit regionalen Spezialitäten und vegetarischen Gerichten auf, je nach Wetterlage auch im Biergarten. So sollten für einen Burgbesuch mindestens 2-3 Stunden eingeplant werden. Zudem stehen zahlreiche Veranstaltungen im Kalender, von Familientage über Theater und Kino bis zum Winterzauber.



