
Weithin sichtbar thront sie über der Fauststadt und dem Eingang zum Münstertal – die Burg Staufen auf dem Staufener Schlossberg. Mit dem berühmten Geschlecht der Staufer hat sie nichts zu tun. Ihre Burgherren waren als Herren von Staufen vielmehr Ministeriale der Zähringer und stehen damit mit dem nahen Freiburg in Verbindung.
Die Blüte erfuhren Burg und Besitzer im späten Mittelalter als Beschützer des Silberbergbaus im Münstertal. Als sich dieser erschöpfte, wurde von Ihnen auch der historische Doktor Faust ins „Städtle“ gerufen, um hier mittels seiner alchimistischen Künste Gold zu produzieren. Dies ging bekanntlich schief – und mit dem Tod von Faust 1539 im Schwefeldampf seines Labors am Staufener Marktplatz ging es auch bergab mit den Herren von Staufen. Anfang des 17. Jahrhunderts starb das Geschlecht mangels männlichem Nachwuchs aus – und die Schweden eroberten und zerstörten im Dreißigjährigen Krieg eine verlassene Burg.


