Wie kleideten sich die Menschen, wo und wie lebten, arbeiteten und feierten sie?
Antworten auf diese Fragen geben die zusammengetragenen historischen Kulturgüter.
Alle ausgestellten Gegenstände stammen aus ehemaligen Lebensbereichen der Ungarndeutschen. Landwirtschaftliche Geräte sowie Gegenstände aus der Weinkelterei und der Hanfverarbeitung veranschaulichen das Arbeitsleben während Wohnungs- und Küchenausstattungen Einblicke in den häuslichen Alltag geben.
Seltene Wäscheteile, Brautkränze und wertvolle Trachten mit ihrem Zubehör spiegeln die Tradition des bäuerlichen Lebensrhythmus wider. Zahlreiche Fotos dokumentieren das dörfliche Leben aus vergangener Zeit.
Das Glanzstück dieser Kulturlandschaft ist die originalgetreu eingerichtete „Vordere Stube“ mit ungarisch-deutschem Mobiliar. Wer sie betritt, wird in eine andere Welt versetzt: ein Wäscheschrank mit textilem Inhalt, aufgetürmte Betten mit teilweise handbestickter Wäsche, ein Diwan sowie viele Kleinodien an den Wänden und auf einer typischen Kommode.
Alles hier erscheint ungewohnt und doch lebte hier einst die deutsche Kultur. Das beweisen viele Stickereien in der deutschen Muttersprache.
Im Vordergrund stehen die 30er – und 40er Jahre.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Ungarndeutschen zurück nach Deutschland abgeschoben.
Viele von ihnen fanden im Langenau ihre alte Heimat wieder. Eine großflächig angelegte geografische Schautafel informiert über ihre Wanderungsbewegung.
Bis heute wird die Sammlung stetig durch authentische Stücke mit persönlichem Hintergrund erweitert – ungewöhnlich und doch so eng mit der deutschen Geschichte verwoben.


