
Da das Deutsches Uhrenmuseum wegen Umbauarbeiten bis 2027 geschlossen ist, präsentiert das Museum „Gasthaus Arche“ vom 22. März bis 1. November 2026 die Sonderausstellung „Aus dem Schwarzwald in die Welt: Furtwanger Uhrenproduktion“.
Dabei knüpft die Ausstellung an die Geschichte des Hauses an: Im 19. Jahrhundert gehörte es nacheinander mehreren Uhrmachern und Uhrenhändlern. So ist ein Vertrag aus dem Jahr 1835 erhalten, in dem der Uhrmacher Johann Martin Duffner seinem Sohn Valerian die halbe Behausung mitsamt allen Fahrnisgegenständen – darunter auch Uhrmacherwerkzeug – vererbt. Der erste Wirt der „Arche“ (ab 1875) war der Uhrenhändler Noe Ganter.
Die Ausstellung schlägt einen großen Bogen von den Uhrmachern des 19. Jahrhunderts über die Impulse der 1850 gegründeten Uhrmacherschule unter der Leitung von Robert Gerwig bis hin zur industriellen Produktion in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In der sogenannten Hausindustrie wurde arbeitsteilig gefertigt: Neben Schildmalern gab es Gestellmacher, und die eigentliche Fertigung für die zahlreiche Zahnräder herzustellen waren.
Eine zentrale Rolle spielten zudem die Uhrenhändler – die „Uhrenpacker“ –, die ihre Waren nach England, nach China und in viele weitere Teile der Welt lieferten. Zugleich übermittelten sie den heimischen Uhrmachern die Wünsche und Vorlieben der internationalen Kundschaft und trugen so wesentlich zur Weiterentwicklung von Gestaltung und Technik bei.
Wie immer bietet die »Arche« während der Öffnungszeiten Kaffee und Kuchen sowie Vesper an.