
Da das Deutsche Uhrenmuseum wegen Umbauarbeiten bis 2027 geschlossen ist, präsentiert das Museum „Gasthaus Arche“ vom 22. März bis 1. November 2026 die Sonderausstellung „Aus dem Schwarzwald in die Welt: Furtwanger Uhrenproduktion“.
Die Ausstellung des Geschichts- und Heimatvereins Furtwangen beleuchtet die Entwicklung der Furtwanger Uhrenproduktion vom Schwarzwälder Hausgewerbe bis zur industriellen Fertigung im 19. Jahrhundert. Unter dem Titel „Aus dem Schwarzwald in die Welt – Furtwanger Uhrenproduktion“ präsentiert sie zahlreiche Exponate aus der Blütezeit der Branche und zeigt wichtige Impulse wie die Gründung der Uhrmacherschule 1850 unter Robert Gerwig. Vorgestellt werden zudem bedeutende Uhrenfabriken sowie die bis heute aktive Firma A. Mayer Söhne.
Gleichzeitig knüpft die Ausstellung an die Geschichte des Ausstellungsortes „Arche“ an, der im 19. Jahrhundert selbst im Besitz von Uhrmachern und Uhrenhändlern war. Ein überlieferter Vertrag von 1835 sowie die Nutzung als Gasthaus durch den Uhrenhändler Noe Ganter verdeutlichen diese enge Verbindung zur Uhrmacherei.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der arbeitsteiligen Produktion der sogenannten Hausindustrie, in der verschiedene Handwerker gemeinsam an der Herstellung von Uhren beteiligt waren. Die sogenannten „Uhrenpacker“ sorgten für den internationalen Vertrieb und brachten wichtige Impulse aus dem Ausland zurück, die zur Weiterentwicklung von Technik und Gestaltung beitrugen.
Die Ausstellung ist vom 22. März bis zum 1. November 2026 jeweils sonntags von 14 bis 17 Uhr in der „Arche“ geöffnet, wo während der Besuchszeiten auch Kaffee, Kuchen und Vesper angeboten werden.


