In den 1950er- und 1960er-Jahren gehörten Kinobesuche ganz selbstverständlich zum gesellschaftlichen Leben in Kressbronn a. B.
Das Gasthauses Engel betrieb zu dieser Zeit ein eigenes „Lichtspieltheater“. Nahezu täglich wurden hier Kinofilme gezeigt. Heute erinnert nur noch ein verblasster Schriftzug an der Stirnseite des Gebäudes an diese Zeit. Da das Gebäude des ehemaligen Kinos in absehbarer Zeit abgerissen wird, lädt die Gemeinde Kressbronn a. B. dazu ein, noch einmal in die Welt des analogen Kinos einzutauchen: Mit ausgewählten Filmklassikern der 1950er-Jahre wird an zwei Tagen die Erinnerung an Kressbronns Kinogeschichte für kurze Zeit wieder lebendig.
Am Samstagabend zeigen wir den Heimatfilm „Die Fischerin vom Bodensee“ (1956, 90 min, FSK 6). Vor der malerischen Kulisse des Bodensees erzählt der Film eine bewegende Liebesgeschichte und bietet zugleich faszinierende historische Aufnahmen zahlreicher Orte der Region. Für viele Besucherinnen und Besucher dürfte gerade dieser Film eine besondere Reise in die Vergangenheit darstellen.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht das Fischermädchen Maria, das gemeinsam mit seinem Großvater ein bescheidenes Leben vom Fischfang führt. Als sich der wohlhabende Fischzüchtersohn Hans in sie verliebt, geraten die beiden in einen Strudel aus Vorurteilen, Missverständnissen und familiären Geheimnissen. Vor der malerischen Bodenseekulisse entfaltet sich eine bewegende Liebesgeschichte, die von Tradition, gesellschaftlichen Schranken und der Suche nach der eigenen Herkunft erzählt. Der Film verdankt seinen Titel dem gleichnamigen Volkslied „Die Fischerin vom Bodensee“, das bis heute weit über die Region hinaus bekannt ist. Neben der romantischen Handlung fasziniert das Werk durch zahlreiche authentische Aufnahmen des Bodensees, traditionelle Trachten, historische Schiffe und Szenen aus einer Zeit, als die Fischerei das Leben vieler Familien am See noch maßgeblich prägte.
Der Film wird mit Originalfilmrollen auf einem klassischen Kinoprojektor gezeigt. Wir bitten um Beachtung und Verständnis, dass aufgrund der besonderen baulichen Situation der Raum nur provisorisch mit Stühlen oder Bänken ausgestattet ist und nicht den Komfort eines modernen Kinosaals bietet.
Bildquelle: Constantin Film


