In den 1950er- und 1960er-Jahren gehörten Kinobesuche ganz selbstverständlich zum gesellschaftlichen Leben in Kressbronn a. B. Das Gasthauses Engel betrieb zu dieser Zeit ein eigenes „Lichtspieltheater“. Nahezu täglich wurden hier Kinofilme gezeigt. Heute erinnert nur noch ein verblasster Schriftzug an der Stirnseite des Gebäudes an diese Zeit. Da das Gebäude des ehemaligen Kinos in absehbarer Zeit abgerissen wird, lädt die Gemeinde Kressbronn a. B. dazu ein, noch einmal in die Welt des analogen Kinos einzutauchen: Mit ausgewählten Filmklassikern der 1950er-Jahre wird an zwei Tagen die Erinnerung an Kressbronns Kinogeschichte für kurze Zeit wieder lebendig.
„Es geschah am hellichten Tag“ (1958, 100 min, FSK 12) gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Kriminalfilme der Nachkriegszeit. Heinz Rühmann und Gert Fröbe verleihen dem spannenden Kriminaldrama bis heute seine außergewöhnliche Intensität.
Im Mittelpunkt der Handlung steht der Zürcher Polizeikommissar Dr. Matthäi, der kurz vor seiner Ausreise nach Jordanien die Ermittlungen im Mordfall eines kleinen Mädchens übernimmt. Obwohl ein vermeintlicher Täter schnell gefunden wird, zweifelt Matthäi an dessen Schuld. Getrieben von seinem Versprechen gegenüber der Mutter des Opfers verfolgt er eine Spur, die ihn auf die Jagd nach einem gefährlichen Serienmörder führt. Mit psychologischem Feingefühl, eindringlicher Spannung und einer außergewöhnlichen Atmosphäre entwickelt sich der Film zu einem Kriminaldrama von zeitloser Intensität.
Der Film wird mit Originalfilmrollen auf einem klassischen Kinoprojektor gezeigt. Wir bitten um Beachtung und Verständnis, dass aufgrund der besonderen baulichen Situation der Raum nur provisorisch mit Stühlen oder Bänken ausgestattet ist und nicht den Komfort eines modernen Kinosaals bietet.
Bildquelle: Deutsche Kinemathek