Mit dem Kirchturm, dem wohl ältesten Bauwerk des Dorfes, beginnt Jürgen Stude vom „Arbeitskreis Kultur in der Kirche“ seine Führung durch das sehenswerte und geschichtsträchtige Gotteshaus an.
Hoch erhebt sich der Turm der Friedenskirche über den Neurieder Ortsteil Altenheim. Mit dem Kirchturm, dem wohl ältesten Bauwerk des Dorfes, beginnt Jürgen Stude vom „Arbeitskreis Kultur in der Kirche“ seine Führung durch das sehenswerte und geschichtsträchtige Gotteshaus an. Ihr pyramidaler Turmhelm und der Rundbogenfassade des Kirchenschiffes weist die Altenheimer Friedenskirche den klassizistischen „Weinbrennerkirchen“ aus, die im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts in großer Zahl unter der Oberaufsicht des Landesbaumeister Friedrich Weinbrenner in Baden erbaut wurden.
1945 wurden vor allem der Kirchturm und das Kirchendach von Granatfeuer zerstört. Der Wiederaufbau 1949/1951 orientierte sich bewusst am „Weinbrennerstil“, doch ohne die alte Kirche zu kopieren. Ähnlich verfuhr man beim Wiederaufbau des Kircheninneren 2005, in dem man das klassizistisches Konzept Weinbrenners in eine moderne Formensprache überführte. Eine Besonderheit der Kirche sind die expressionistischen Glasfenster die von Meisterschülern des bekannten Kunstmalers Erich Heckel beim Wiederaufbau eingebaut wurden. Wer möchte, kann nach der Führung den Kirchturm erklimmen und die Aussicht über Altenheim geniesen.
Veranstaltungsort: Vor dem Kirchturm am Kirchplatz in Altenheim
Veranstalter: Arbeitskreis Kultur in der Kirche