Nussbaum-Logo
Ausstellungen

Neue Ausstellung vom 7. bis 28. Juni in der Wendelinskapelle

So. 07.06.2026 + 21 weitere
Foto: guruXOX / AdobeStock

Fünf vom Kunstforum – ein wahres „Heimspiel“

Warum nicht noch eine drauflegen? Zusätzlich zum bereits veröffentlichten Jahresprogramm lädt das Kunstforum Weil der Stadt vom 7. bis 28. Juni zu einer weiteren Ausstellung in die Wendelinskapelle ein, eine sommerliche Zugabe gewissermaßen. Unter dem passenden Titel „HEIMSPIEL – Fünf vom Kunstforum“ sind Positionen von künstlerisch Aktiven im Vorstand und Beirat des Weiler Kunstvereins zu sehen: Malerei, Fotografie, sowie Künstlerbücher und räumliche plastische Objekte.

Zur Vernissage am Sonntag, 7. Juni, um 11 Uhr sind wie immer alle Kunstinteressierten ganz herzlich in die Wendelinskapelle eingeladen. Die erste Vorsitzende des Kunstforums, Silvia Tanczos-Lückge, wird die Gäste begrüßen und Beate Kienzle vom Kunstforum wird das einführende Gespräch leiten. Die Finissage am Samstag, 27. Juni, wird im Rahmen eines „Sommerfeschtles“ von 16 bis 21 Uhr bei der Kapelle begangen, auch dazu sind alle Interessierten herzlich willkommen.

Häutungen und Spraypaints

Als gelernte Fotografin zeigt Steffi R. Cramer – seit vielen Jahren im künstlerischen Beirat und der Organisation des Kunstforums tätig – fotografische Arbeiten. In ihren „Häutungen“ präpariert sie Fruchthäute und fertigt daraus mittels Lichts fotografische Unikate. Dabei wirken die vergrößerten und halbtransparenten Ausschnitte der Strukturen und Farben von durchleuchteten Fruchthäuten wie völlig freie Kompositionen. Ihre „Spraypaints“ wiederum basieren auf diesen Arbeiten: Prägnante Formen und Faltungen von Fruchthautschichten werden malerisch auf Folien projiziert und auf Spraymasken übertragen, mit schematischen, zeichnerischen Darstellungen von floralen Zellstrukturen aus dem mikroskopischen Kosmos ergänzt und schließlich „gesprayt“.

Natur und Vergänglichkeit

Franziska Heyder, die erst seit wenigen Jahren im Kunstforum aktiv ist, ist Absolventin der Kunstakademie und unterrichtet Kunst. Sie ist derzeit zweite Vorsitzende des Vereins. Ein Großteil ihrer Arbeiten für die Ausstellung entstand, wie sie sagt, in den Sommertagen im kargen Alpenvorland der Provence. Die heißen Tage Anfang August trocknen die übrig gebliebenen Pflanzen aus. Die Farben verändern sich, Strukturen dominieren. Spitze Stacheln, Nadeln, Dornen, auch verbrannte Sonnenblumen werden mit harter Tusche-Feder in das weiche Papier gekratzt und mit verschiedenen Materialien ergänzt. Gelegentlich finden Naturmaterialien den Weg direkt ins Bild, und auch der Zufall spielt bei der Gestaltung eine Rolle. Eine Wohltat mag für manche dagegen die mit sanften Tönen in Eitempera gemalte Serie der Hortensien sein, in denen allerdings ebenfalls Vergängliches anklingt.

Susanne von Eltz aus Schafhausen ist Gründungsmitglied des Kunstforums, künstlerisch tätig, und unterrichtete viele Jahre in der Schafhausener Grundschule. Sie nutzt Gesteinsmehl und Erdpigmente vermischt mit Eitempera als Malmaterialien. Diesen Farbteig trägt sie auf Holzplatten auf, um dann mit Pinsel, Spachtel und Messer die Motive aus der Oberfläche herauszuarbeiten. Ihre Bilder wirken wie Versteinerungen von Farnen, Schnecken und anderen Naturformen. Sie sind in ihrer Oberfläche zerkratzt, rau und häufig auch farblich monochrom.

Malerisch geht es weiter

Silvia Tanczos-Lückge ist seit einigen Jahren erste Vorsitzende des Kunstforums und seit gut 20 Jahren als engagierte Autodidaktin aktiv. Sie malt mit Acrylfarben und experimentiert dabei auch mit verschiedenen Materialien wie Sand, Marmormehl, Spachtelmasse, Collagematerial, Tusche und zuletzt auch Bitumen und Wachs. Bei ihren überwiegend abstrakten Bildern überlässt sie manches dem Zufall und der Inspiration aus der eigenen lebhaften Ideenwelt sowie der momentanen Stimmung. Meist sind die Bilder nicht geplant, sondern entstehen aus dem Experiment mit Form und Farbe. Thematisch ist sie immer offen für neue Ideen und Ausdrucksformen.

Horst Peter Schlotter wohnt und arbeitet seit Jahrzehnten in Münklingen und gab 1994 mit den Anstoß zur Gründung des Kunstvereins. Er ist Absolvent der Kunstakademie Stuttgart und Mitglied des Künstlerbunds Baden-Württemberg und stellt Bilder, plastische Arbeiten und Künstlerbücher aus. Die Künstlerbücher, die er seit rund 40 Jahren kontinuierlich füllt, sind ein wichtiger Werkaspekt des Künstlers, der vorwiegend in den bildnerischen Bereichen Malerei, Zeichnung, Mischtechnik/Collage und Druckgrafik arbeitet. Daneben schuf er auch Plastiken aus Bronze, Skulpturen aus Holz, Objekte aus verschiedenen Materialien, sowie Rauminstallationen. Bei der Malerei handelt es sich um mit Acrylbinder verarbeitete Pigmente auf Leinwand oder Nessel. Motive sind oft Gegenstände wie Schalen, was seine Bilder meist der Gattung Stillleben verwandt erscheinen lässt.

Termine

0
Ausgewählter Termin
von Redaktion NUSSBAUM
02.06.2026
Dieser Inhalt wurde von Nussbaum Medien weder erfasst noch geprüft. Bei Beschwerden oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte an den zuvor genannten Erfasser.
Kategorien
Ausstellungen
Kultur
Kunst
Passende Themenseiten
Feste, Märkte & Traditionen
Feste, Märkte & Traditionen
Freizeit & Unterhaltung
Freizeit & Unterhaltung
Kultur
Kultur