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Musik

Rottweil Musikfestival Sommersprossen

Do. 25.06.2026 | 20:00—22:00 Uhr
Foto: Veranstalter

Richtungsweisend: Drittes Konzert der Sommersprossen bringt ungeahnte Kostbarkeiten zu Gehör.

Zur Aufführung kommen kammermusikalische Werke von Komponistinnen und Komponisten, die sowohl privat als auch öffentlich als Musikerinnen und Musiker in Erscheinung getreten sind.

Beim dritten Konzert des Klassik Musikfestivals "Sommersprossen" stehen Werke von Beethoven, Bacewicz und Schostakowitsch auf dem Programm. In besonderen Situationen entstanden, waren die Werke für die Komponisten sicherlich richtungsweisend. Florian Donderer, Intendant der Sommersprossen, die Musikerinnen und Musiker des Signum-Quartetts sowie Thomas Feldmann (Violine), Tanja Tetzlaff (Violoncello) und Elisabeth Brauß (Klavier) bringen dem Publikum diese kammermusikalischen Kostbarkeiten zu Gehör.
Eröffnet wird das Konzert mit Beethovens Streichtrio op. 9 Nr. 3 in C-Moll. Dieses zählt mit zu den bedeutendsten Frühwerken des Komponisten. Während die früheren Werke für Streichtrio noch in der Tradition des österreichischen Divertimentos stehen, hatte er mit seinem Opus 9 wohl anderes im Sinn, sprengen sie doch die tradierten Gattungsgrenzen und weisen in eine neue Richtung. An ihnen wird auch besonders deutlich, wie sehr Beethovens Jugendwerke eine Musik des Übergangs waren. Nicht nur stilistisch zwischen 18. und 19. Jahrhundert, sondern auch soziologisch als Kammermusik, die nicht mehr in der privaten Kammer Platz findet, sondern vielmehr in den Konzertsaal drängt.

Gražyna Bacewicz war eine polnische Komponistin. Sie wurde 1909 in Łódź geboren. Wie Beethoven erhielt sie ihre erste Ausbildung am Klavier, der Violine und in Komposition bereits als Kind von ihrem Vater. Sie ist eine der wichtigsten polnischen musikalischen Stimmen und war sowohl eine ausgezeichnete Geigerin als auch eine sehr erfolgreiche Komponistin, Lehrerin und Autorin. Sie galt als Meisterin der Instrumentation, ihre Violinsonaten entfalten eine wunderbare Klanglichkeit. Tobias Feldmann und Elisabeth Brauß lassen zu diesem Sommersprossenkonzert die vierte Violinsonate erklingen.
Auch Schostakowitsch war ein großer Verehrer Beethovens. Der Komponist, dessen 120. Geburtstag dieses Jahr gefeiert wird, schrieb das Klavierquintett in G-Moll, op.57 auf Bitten des Moskauer Beethoven-Quartetts. Dieser Bitte kam Schostakowitsch gerne nach: "Mit Sicherheit werde ich ein Quintett schreiben und es natürlich mit Euch spielen ..." antwortete er Dmitri Zyganow, dem ersten Geiger des Quartetts. Die Musik Bachs hat ihn ebenfalls zum Quintett in

G-Moll inspiriert. Die harmonischen Spannungsbögen von Bachs Doppelsätzen in Präludium und Fuge versuchte er, in den ersten beiden Sätzen – ebenfalls ein Präludium und eine Fuge – umzusetzen. Ebenfalls scheint die glasklare Linienführung des Werks der Musik Bachs nachempfunden zu sein. Das Stück war ein großer Erfolg und führte in den Jahren 1940/41 zu so vielen Aufführungen, dass er kaum zum Komponieren kam. Es ist ein großartiges und kraftvolles Werk!

Wir freuen uns auf einen Abend von hoher musikalischer Dichte, an dem es viel zu hören, zu entdecken und zu erleben gibt.

INFO

Das Konzert findet am 25. Juni um 20 Uhr in der Werkstatthalle der Kunststiftung Erich Hauser statt.
Tickets zu 29 Euro (Abendkasse 31 Euro) gibt es bei der Tourist Information Rottweil (Ticket-Hotline 0741/494-280) sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen und im Internet unter www.trio-k.de.

Eintritt bis 18 Jahre frei! Infos über das gesamte Festivalprogramm, das Ticketing und den Flyer zum Download gibt es unter www.sommersprossen-rottweil.de.

Einlass

00:00 Uhr

Eintritt

29 Euro

Termine

0
Ausgewählter Termin
von Redaktion NUSSBAUM
19.06.2026
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