Der Film „In die Sonne schauen“ von Regisseurin Mascha Schilinski erzählt die fesselnde Geschichte von vier Frauen, deren Leben über ein Jahrhundert hinweg auf einem abgeschiedenen Hof miteinander verwoben sind. In den Jahren 1910, 1940, 1980 und 2020 durchstreifen Alma, Erika, Angelika und Nelly dieselben Zimmer und Flure. Doch während sie ihre eigene Gegenwart erleben, dringen Echos der Vergangenheit durch die Ritzen der Dielen: Alma (1910er): Gefangen im Schatten einer verstorbenen Schwester, deren Namen sie trägt. Erika (1940er): Hin- und hergerissen zwischen kindlicher Neugier und einer gefährlichen Faszination für das Unausgesprochene. Angelika (1980er): Eine Gratwanderung zwischen Lebensgier und dem Zerfall eines brüchigen Familiensystems. Nelly (2020er): Die Erbin einer scheinbaren Idylle, die in ihren Träumen die unbewusste Last der Ahnen trägt.
Was den Film für eine Aufführung in der Hofanlage Milz so besonders macht, ist die Parallele zwischen Leinwand und Realität. Die denkmalgeschützte Anlage in Retterschen „atmet“ selbst die Geschichte vergangener Generationen. Wenn im Film ein tragisches Ereignis die Grenzen der Zeit ins Wanken bringt, wird die Atmosphäre des Veranstaltungsortes Teil des Narrativs. „Die Wände atmen seit über einem Jahrhundert das Leben der Menschen, ihren Geschmack, ihr Sein in der Zeit.“ Dieses Zitat aus dem Pressetext spiegelt wider, was Besucher in der Hofanlage Milz unmittelbar spüren können. Erleben Sie ein tiefgründiges Familiendrama an einem Ort, der wie kein anderer in der Region für die Bewahrung von Geschichte und das Weitergeben von Geschichten steht.
Deutschland, 2025, Länge: 147 Min., FSK 16, Regie: Mascha Schilinski
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Auszeichnungen: Die Uraufführung fand im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele von Cannes im Mai 2025 statt, wo der Film mit dem Preis der Jury ausgezeichnet wurde. Im selben Jahr wurde In die Sonne schauen als deutscher Vorschlag für die Kategorie Bester Internationaler Film der Oscarverleihung 2026 ausgewählt. Im selben Jahr folgten zahlreiche Nominierungen für den Europäischen Filmpreis und Deutschen Filmpreis.