Gewalt begegnet uns auf vielen Ebenen – im Alltag, am Arbeitsplatz oder zuhause. Doch wie lassen sich frühe Warnsignale erkennen? Und wie kann Gesellschaft vorbeugen, ohne Betroffene auszugrenzen?
Gewalt tritt auf vielen Ebenen auf – im öffentlichen Raum, am Arbeitsplatz oder hinter verschlossenen Türen. Wie erkennen wir frühe Warnsignale? Wie kann Gesellschaft präventiv handeln und Betroffene stärken, ohne sie zu stigmatisieren?
Am 10. Februar haben das Bundesfrauenministerium und das Bundesinnenministerium gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt die Dunkelfeld-Studie „Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag (LeSuBiA)“ vorgestellt. Ein zentrales Ergebnis: Ein Großteil der Gewalterfahrungen in Deutschland wird nicht angezeigt – bei den meisten Formen liegt die Anzeigequote unter zehn Prozent, bei Gewalt in (Ex-)Partnerschaften sogar unter fünf Prozent. Frauen sind dabei besonders häufig von häuslicher oder geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen, insbesondere bei sexuellen Übergriffen, Belästigung und Stalking.
An diesem Abend beleuchten wir Gewalt und Prävention aus verschiedenen Perspektiven:
Gewalt im Alltag – körperlich, psychisch, strukturell
Rollen von Familie, Nachbarschaft und Arbeitsumfeld
Sensibilisierung für Anzeichen häuslicher Gewalt
Bedeutung von Scham, Tabus und Verharmlosung
Möglichkeiten der Prävention durch Nachbarschaften, Vereine, Arbeitsplätze und Schulen
Zielgruppe:
Alle Interessierten – die Veranstaltung richtet sich nicht explizit an Betroffene, ist aber zugleich für sie offen und informativ.
Mit Expert:innen aus Praxis und Beratung und Raum für Austausch und Fragen.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit Frauenhaus Zollernalbkreis - Frauen helfen Frauen e.V. Schutzhafen – Projekt gegen Häusliche Gewalt an Frauen im Zollernalbkreis
eine Anmeldung wird empfohlen
Veranstaltungsort: Konstantinsaal