„Meine Sprache versteht man durch die ganze Welt.“ Mit dieser selbstbewussten Antwort entgegnete Joseph Haydn dem Einwand, er beherrsche für seine Reise nach London zu wenige Sprachen.
Alles – oder zumindest fast alles – was die Musikgeschichte an wunderbarer Literatur für das Violoncello hervorgebracht hat, scheint Jean-Guihen Queyras eingespielt zu haben.
Der französische Cellist ist gewissermaßen ein Muttersprachler in allen Dialekten seines Instruments und verfügt über eine musikalische Weltgewandtheit, die ihresgleichen sucht. „Die Stilreinheit, Haltung, Phrasierung, die Sensibilität, die Farben, diese umwerfend präzise und wendige Artikulation sind einfach nur bewundernswert“, schwärmt das französische Musikmagazin Diapason.
Das Stuttgarter Kammerorchester umrahmt das Cellokonzert A-Dur des Bach-Sohns Carl Philipp Emanuel, von dem Haydn sagte, dass er ihm sehr vieles verdanke, mit Wolfgang Rihms „Nachtordnung“ nach einer lyrischen Wortschöpfung von Paul Celan als modernem Kontrast sowie mit Haydns Sinfonie Nr. 36. Ihr zweiter Satz setzt ein intimes Gespräch zwischen Cello
und Violine in Szene, während der Finalsatz zu den geistreichsten
und humorvollsten Schlüssen in Haydns Sinfonik zählt. Den krönenden Abschluss bildet Haydns Cellokonzert Nr. 2 D-Dur, das nur so von überwältigender Energie und sprühender Einfallskraft strotzt.
19 Uhr Einführung: Christoph Theinert
19 Uhr Einführung mit Christoh Theinert
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