Die Johannes-Passion zählt zu den bedeutendsten Vokalwerken der Leipziger Jahre von Johann Sebastian Bach. Im Gegensatz zu seinen anderen Oratorien hat Bach dieser Komposition jedoch nie eine endgültige Gestalt verliehen. Die so entstandenen Fassungen lassen die Johannes-Passion als eine der rätselhaftesten und zugleich faszinierendsten seiner Schöpfungen erscheinen.
Zugleich wurde sie musikalisch und auch biografisch zum Vermächtnis des Thomaskantors. Mit ihr begann er am Karfreitag des Jahres 1724 in Leipzig seine ersten Aufführungen großer oratorischer Werke. Und mit ihr beschloss er, in einer letzten Überarbeitung knapp anderthalb Jahre vor seinem Tod, die Reihe seiner bedeutenden Passionen.
Diese letzte Fassung aus dem Jahr 1749 liegt auch der Weingartener Aufführung unter der Leitung von Gordon Safari zugrunde.
In ihrer musikalischen Meisterschaft und Ausdruckskraft nimmt die Johannes-Passion einen herausragenden Platz in Bachs Schaffen ein und zugleich einen zentralen Rang in der Geschichte der abendländischen Kirchenmusik.
18:30 Uhr Einführung mit Rainer Hepp
18:30 Uhr Einführung mit Rainer Hepp
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