1. Herren
TV Neuhausen/Erms 2 - HSG Ebersbach/Bünzwangen 34:25 (18:15)
Die HSG Ebersbach/Bünzwangen musste sich in der Landesliga dem TV Neuhausen/Erms 2 mit 25:34 geschlagen geben. Beim Halbzeitstand von 15:18 sah es noch nicht nach dieser deutlichen Niederlage aus. Die HSG zeigte in der ersten Halbzeit mit 15 erzielten Toren noch eine konzentrierte Leistung. Doch in den zweiten 30 Minuten machten sich die weiteren personellen Ausfälle dann bemerkbar. Es fehlte die nötige Energie, denn die Kräfte ließen deutlich nach. Dies wirkte sich auf die technischen Fehler und die Wurfqualität aus.
Es war ein ausgeglichenes Spiel in der ersten Halbzeit. Nach einer Viertelstunde führte die HSG mit 8:7 und war gut im Spiel drin. Sie konnte sogar auf 10:7 erhöhen. Jedoch war es beim 13:12 in der 22. Minute die letzte Führung der HSG. Neuhausen konnte bis zur Pausensirene dem Spiel eine Wende geben und ging mit einem Vorsprung von drei Toren mit 18:15 in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein anderes Bild und die Spieldynamik veränderte sich deutlich. Bei der HSG taten sich nun öfter Locher im Abwehrverbund auf, eine schwache Abschlussquote und viele technische Unzulänglichkeiten kamen hinzu. Neuhausen übernahm zusehends die Kontrolle. Bis zur 45. Minute konnten sich die Gastgeber auf acht Tore beim 26:18 absetzen. Diese komfortable Führung gab Neuhausen bis zum Ende des Spiels nicht mehr aus der Hand. Der HSG fehlten dann die nötigen Mittel und sie musste zudem häufig in Unterzahl spielen, während Neuhausen das Spiel ohne Zeitstrafe beenden durfte. In der 51. Minute lagen die Gäste dann erstmalig beim 21:30 mit 9 Toren zurück. Am Ende konnten sich die Gastgeber über ein 34:25 freuen, während die HSG sich klar und deutlich geschlagen geben musste. Der Blick geht nun nach vorne. Das Derby gegen Kuchen/Gingen steht an.
Es spielten:P. Demark,M. Niederberger; Marvin Kälberer, M. Schwind (7/2), T. Güntner (1), F. Lustig (3), P. Wellhäuser, N. Kreidenweiß, F. Stahl (3), N. Krell (5), L. Taxis (3), Moritz Kälberer (3).
Vorschau:
Morgen steht für die Erste das Heimspiel gegen Kuchen-Gingen-Süßen-Handball auf dem Plan. Die Erinnerungen an das Hinspiel sind nicht gut. Mit 24:25 unterlag die HSG in Kuchen. KuGiS hat bisher alle Auswärtsspiele verloren, zudem ist es in 2026 noch ohne Punktgewinn. Mit 9:21 Punkten liegt KuGiS auf dem 9. Tabellenplatz. Am letzten Samstag gab es gegen Owen/Lenningen eine klare 33:43 Heimniederlage. Es wird sicher ein intensiv geführtes Spiel und die HSG weiß, dass der Gegner weitaus mehr Qualität besitzt, als es der derzeitige Tabellenplatz zum Ausdruck bringt. Unsere Mannschaft hat die Niederlage von Neuhausen verarbeitet und wird morgen alles in die Waagschale werfen, um sich für die Niederlage im November zu revanchieren. Das klare Ziel ist der nächste Heimsieg und damit das Festigen der der Tabellenposition. Dafür braucht es vollen Einsatz. Anspiel in der Raichberghalle ist am Samstag wie gewohnt um 19.30 Uhr.
2. Herren
TV Altbach – HSG Ebersbach/Bünzwangen 2 28:23 (15:9)
Sechs, sieben Tore zu wenig
Auch vom zweiten Auswärtsspiel der Rückrunde kamen die Raichbergritter ohne Zählbares nach Hause. Vom Papier her hätte man von einem Topspiel – Dritter gegen Vierter – sprechen müssen, aber dieser Zuschreibung wurde die Partie nur unzureichend gerecht. Weil die Ritter im Angriff häufig zu zahnlos und in der Abwehr zu bewegungsfaul agierten, geht der Sieg für Altbach völlig in Ordnung.
Die HSG startete prächtig in die Partie und führte nach zwei Becher-Treffern schnell mit 2:0. In den ersten sechs, sieben Minuten spielte der TVA verhalten und scheiterte immer wieder an der Ritter-Abwehr sowie dem dahinter gut aufgelegten Weissinger im Tor.
Vielleicht war die Kraftwerkbrigade aus Altbach zu Beginn noch zu nervös, denn die letzte Niederlage nach zuletzt acht Punkten aus fünf Partien musste das Heimteam gegen die HSG verkraften.
Dann aber schüttelte der TVA seine Nervosität ab und übernahm mit vier Treffern in Folge das Kommando. Auch wenn die Ritter durch Mauch (3:4, 10. Minute), Karpischek (4:5, 14. Minute) und Rohse (5:6, 17. Minute) in der Anfangsphase immer wieder den Anschluss herstellten, gab Altbach die Führung bis zum Ende nicht mehr aus der Hand. Während die HSG vorne nun zunehmend den Faden verlor, ließ man in der Defensive den Gegner ein ums andere Mal fast ohne Körperberührung zum Wurf kommen. An den Hinterleuten im Ritter-Gehäuse lag es keinesfalls, dass das Heimteam seinen Vorsprung bis zum Pausenpfiff schon auf 9:15 ausbauen konnte. Weissinger, Griffith und Häderle im Wechsel entschärften immer wieder auch unhaltbare Bälle und blieben bei stolzen 67% der Siebenmeter Sieger. Altbach hingegen genügte ein Christopher Weiß mit Beinarbeit wie Sonic the Hedgehog, um jegliche Spannung aus der Partie zu nehmen. Mit zehn Treffern wurde er am Ende unangefochtener Top-Torschütze.
Auch nach der Pause änderte sich am Rückstand wenig. Zwar erspielten sich die Ritter formidable Einwurfmöglichkeiten, aber gleich vier vergebene 100%-Chancen in den ersten fünf Minuten ließen den TVA den Vorsprung auf kontinuierliche sechs bis sieben Tore ansteigen. Da halfen auch Griffiths Tentakelarme nicht. Die HSG muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sich das Gros von Reimanns Ritter aufgrund der komfortablen Tabellensituation schon zu früh mit einer Niederlage abfand. Nicht so aber die Jungfüchse im Team. In ihrem ersten Aktivenspiel überzeugten Lukas Hummel beim 16:22, 17:24 und 21:26 (--> verdienter MVP) sowie Moritz Kälberer beim 22:26 von der Eckfahne nicht nur mit ihren Treffern. Ihre Einstellung riss die restlichen Ritter förmlich mit, sodass man sechs, sieben Minuten vor dem Ende wieder bis auf vier Tore rankam. Die fünfte Zeitstrafe für die HSG, während Altbach bis dato keine einzige verkraften musste, ließ die aufkommende Hoffnung jedoch jäh im Keim ersticken.
Letztendlich muss man mit der 23:28-Niederlage den dritten Tabellenplatz an Altbach abtreten. Für einen Sieg hätte man einfach sechs, sieben Tore mehr benötigt...
Es spielten: Weissinger, Griffith, Häderle; Riegl (2/1), Unterkircher (1), Heer, Karpischek (5), Rohse (2), By Chan, Kälberer (1), Becher (3), Conrad (1), Reck (1), Hummel (3/1), Martin (1), Mauch (3).
Offizielle: Reimann, Stahl.
Herren 3
TSV Deizisau 3 – HSG Ebersbach/Bünzwangen 3 26:25 (15:13)
Starke Moral, bitteres Ende
Die Dritte der HSG hat trotz einer knappen Niederlage gegen Deizisau 3 eine starke kämpferische Leistung gezeigt und insbesondere in der Schlussphase großen Teamgeist bewiesen. Mit einem Altersdurchschnitt von 41 Jahren traf die HSG auf einen Gegner, der im Schnitt rund zehn Jahre jünger war. Dennoch entwickelte sich von Beginn an eine intensive und ausgeglichene Partie.
Zu Beginn hatte die HSG noch Schwierigkeiten mit dem stark verharzten Ball, wodurch sich einige technische Fehler einschlichen. Zudem sorgte die Regelauslegung des Schiedsrichters immer wieder für Diskussionen und brachte die HSG mehrfach in Unterzahl. Besonders bitter wurde es kurz vor der Halbzeit, als die Mannschaft insgesamt 90 Sekunden in dreifacher Unterzahl (3 gegen 6) agieren musste. Trotz dieser extremen Situation zeigte die HSG großen Kampfgeist und schaffte es sogar, zwei Treffer in Unterzahl zu erzielen. Es ging mit nur einem Tor Rückstand schließlich in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel folgte zunächst die schwächste Phase der HSG. Zwischen der 33. und 45. Minute fehlten zeitweise die Konsequenz und Überzeugung in den Aktionen. Eine Auszeit beim Stande von 21:15 für Deizisau brachte jedoch die Wende. Die Mannschaft schwor sich auf die Schlussphase ein – mit Erfolg. In den letzten 15 Minuten zeigte die HSG ein komplett anderes Spiel und entschied diesen Abschnitt mit 10:5 klar für sich.
In der 58. Minute gelang der HSG bereits zum vierten Mal in diesem Spiel der Ausgleich zum 24:24. Beim Stand von 25:24 für Deizisau erhielt die HSG fünfzehn Sekunden vor dem Ende den einzigen Siebenmeter der Partie. Dieser wurde souverän verwandelt, sodass es 25:25 stand. Deizisau 3 erzielte im direkten Gegenzug jedoch noch den entscheidenden Treffer zum 26:25.
Ein großer Rückhalt war Torhüter Felix Lischka der bereits in der 26 Minute ins Spiel kam, nachdem Jochen einen Ball ins Gesicht bekommen hatte und nicht weiterspielen konnte. Lischka zeigte besonders in der zweiten Halbzeit eine starke Leistung und parierte zahlreiche Würfe.
Auffällig war zudem das konsequente Umschaltspiel der Deizisauer über die erste und zweite Welle, über das etwa die Hälfte ihrer Tore fiel. Im Positionsangriff dagegen verteidigte die HSG 3 als Kollektiv sehr stabil.
Trotz der Niederlage überwiegen die positiven Erkenntnisse. Die Mannschaft befindet sich derzeit in einem Umbruch und formt sich seit einigen Wochen neu. Unter der Leitung des neuen Spielertrainers Daniel Rath wächst die Mannschaft zunehmend zusammen. Besonders die starke Schlussphase zeigte eindrucksvoll, welches Potenzial in diesem neu entstehenden Team steckt. Die Richtung stimmt – und die Entwicklung der Mannschaft macht Lust auf die kommenden Spiele.
Es spielten: Jochen Fischer, Felix Lischka; Daniel Rath (6/1)), Michael Salzer (5), Lukas Junke (4), Krischan Köhler (4), Mario Ohnewald (3), Mathias Härterich (2), Kevin Krapf (1), Tolga Ergin, Felix Reimann.
Offizielle: Daniel Rath, Mario Ott.
Vorschau:
Nach drei Auswärtsspielen in Folge wartet auf die HSG Ebersbach/Bünzwangen 3 die nächste Herausforderung: Auswärts bei der TG Geislingen 3 (Hinspiel: 24:29). Anpfiff ist am Sonntag, 15.03.2026, um 10:00 Uhr in der Michelberghalle, Geislingen an der Steige.
Frauen
TSV Köngen 2 – HSG Ebersbach/Bünzwangen 26:10 (12:6)
Auf schmaler Personaldecke unterwegs
Die personelle Situation bleibt auch in den kommenden Wochen angespannt, an diesem Wochenende spitzte sie sich jedoch besonders zu. Aktuell standen lediglich acht einsatzfähige Feldspielerinnen zur Verfügung. Mehrere davon kämpfen seit Wochen mit Krankheit oder Schmerzen und stellen sich dennoch in den Dienst der Mannschaft. Die Wechselmöglichkeiten waren somit äußerst begrenzt, die Unterstützung auf der Tribüne nahezu größer als die Optionen auf der Bank.
Bereits nach dem letzten Heimspiel mussten die HSG-Mädels weitere Rückschläge verkraften. Neben einem langfristigen Ausfall durch einen Kreuzbandriss am Kreis kamen eine weitere Knieverletzung aus dem Spielbetrieb sowie eine Bänderverletzung aus dem Training hinzu. Damit stand für die Partie in Köngen nur noch eine etatmäßige Kreisläuferin zur Verfügung. Auch im Rückraum musste man mit einem Nasenbruch und einer Erkrankung zusätzliche Ausfälle kompensieren. Sicherlich keine idealen Voraussetzungen, dennoch wollte die Mannschaft die Herausforderung annehmen.
Vor allem in der Defensive zeigte das Team Moral. In einer noch nie dagewesenen Konstellation stellte sich die Abwehr geschlossen den Gastgeberinnen entgegen. Mit viel Einsatz, Kommunikation und Kampfbereitschaft wurde dagegengehalten. Darauf lässt sich aufbauen mit mehr gemeinsamer Spielpraxis und Abstimmung, kann hier in Zukunft weiter Stabilität entstehen. Im Angriff hingegen tat sich die HSG schwer. In der ersten Halbzeit verhinderten vor allem technische Fehler einen besseren Spielfluss. Gegen Ende des ersten Durchgangs und kurz nach Wiederanpfiff war eine Phase erkennbar, in der das Team mutiger agierte und sich Möglichkeiten erspielte. Dennoch fehlte über weite Strecken die nötige Durchschlagskraft. Mit zunehmender Spielzeit und nachlassenden Kräften machte sich die dünne Personaldecke bemerkbar, sodass sich der Abstand durch schnelle Gegenstöße der Gastgeberinnen vergrößerte.
Der Sieg für Köngen geht insgesamt in Ordnung, dennoch weiß die Mannschaft selbst, dass im Angriff mehr möglich gewesen wäre. Nun gilt es, mit den vorhandenen Kräften verantwortungsvoll zu haushalten, weiter zusammenzustehen und auf die Rückkehr der verletzten Spielerinnen zu hoffen. Gleichzeitig richtet sich der Blick auch nach vorne: Für die kommende Saison möchte sich die HSG breiter aufstellen und freut sich über junge, dynamische Spielerinnen, die Lust haben, Teil eines engagierten Teams zu werden und die sportliche Entwicklung aktiv mitzugestalten.
Trotz aller Herausforderungen bleibt der Zusammenhalt ungebrochen und genau darauf will und muss die Mannschaft in den kommenden Wochen aufbauen.
Es spielten:M. Schiffner, C. Findeis; S. Babschanik (1), J. Wieland, K. Niederberger (1), L. Principe (4), L. Mach, L. Beutel (3), N. Häderle, M. Weiler.
Vorschau:
Bereits am morgigen Samstag um 17.15 Uhr treffen die HSG-Mädels auf die nächsten Gegnerinnen. Mit der HSG Winzingen-Wißgoldingen-Donzdorf kommt eine Mannschaft an den Raichberg, die sich in den vergangenen Wochen deutlich gesteigert hat und mit dem Derbysieg gegen Kuchen ein Ausrufezeichen setzen konnte. Im Hinspiel musste die Mannschaft eine 16:19 Niederlage hinnehmen. Nun bleibt zu hoffen, dass der harzfreie Raichberg vielleicht wieder ein kleiner Wettbewerbsvorteil sein kann.