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Stadtalltag in Skizzen festhalten

10 Jahre Urban Sketchers Karlsruhe

Den Stadtalltag in Skizzen festhalten, darum geht es bei den Urban Sketchers. Die Karlsruher Sketchers feiern im Mai 3 Tage lang ihren 10. Geburtstag.
Gebäude mit morbidem Charme: ein Aquarell der Durlacher Orgelfabrik.Foto: fri

Sie treffen sich, um die Orte zu zeichnen oder zu malen, in denen sie leben. Gebäude, Alltagsszenen, große Plätze, kleine Details. Im Mai wird die Karlsruher Gruppe der Urban Sketchers zehn Jahre alt.

Wer am ersten Mai-Wochenende durch Karlsruhe geht, hat gute Chancen, die Künstlerinnen und Künstler der Urban Sketchers in Aktion zu sehen: Sie sketchen (skizzieren) rund ums Schloss, im Botanischen Garten, auf dem Schlachthof-Gelände, auf dem Hauptfriedhof, in Durlach und an vielen weiteren Orten. Ihre Motive sind so unterschiedlich wie die Gruppenmitglieder selbst. Es entstehen Zeichnungen, Aquarelle, Bilder in Mischtechnik. Nur eines haben alle gemeinsam: Sie stellen die Umgebung so dar, wie sie sie in diesem Moment sehen. Es wird nicht nach Fotos gearbeitet und es entstehen auch keine Phantasiebilder. Dies ist eine der zehn Regeln, an die sich alle Urban Sketchers weltweit halten.

Nur positive Kommentare

Bei ihrem April-Treffen haben sich die Urban Sketchers die alte Orgelfabrik in Durlach vorgenommen. Ein Gebäude mit „morbidem Charme“, wie ein Stadtführer meint, der seine Gruppe zwischen den Künstlern hindurchführt. Rund 30 Männer, Frauen und zwei Kinder halten auf ihren Skizzenblöcken fest, was ihnen am besten gefällt. Nach zwei Stunden treffen sich alle wieder am Ausgangspunkt zum sogenannten „throw down“. Alle Bilder werden nebeneinander ausgelegt, fotografiert und später online veröffentlicht – auch das eine Regel der Urban Sketchers.

Die Ergebnisse werden begutachtet, man fachsimpelt über Motive, Materialien, Ideen und mehr. Und hier gilt die wohl wichtigste Regel der Sketchers, die überwiegend kunstbegeisterte Laien sind: Es darf nur positiv kommentiert werden, niemals wird Kritik geübt. Auch wer noch nicht so sicher ist, oder vielleicht schon lange keinen Pinsel mehr in der Hand hatte, soll sich wohlfühlen können. Ein Konzept, das ankommt: Wie in vielen anderen Städten wächst die Karlsruher Sketchers-Gruppe stetig.

Großes Jubiläum

Jeden dritten Samstag im Monat treffen sich Kreative aus Karlsruhe und Umgebung, manche kommen aus dem Elsass, aus Heidelberg oder Stuttgart. Der Treffpunkt wird kurz vorher auf der Website der Gruppe veröffentlicht. Damit nicht genug: Manche Sketcher reisen zu Jubiläen anderer Gruppen, es gibt ein Deutschland-Treffen, ein Treffen und Symposien in anderen Europäischen Ländern und viele andere Gelegenheiten, mit Skizzenblock, Stiften und Farbkasten auf Reisen zu gehen. Oder auf Reisen weltweit Kontakt zu den Sketchers vor Ort aufzunehmen.

Beim Jubiläum der Karlsruher Gruppe von 1. bis 3. Mai werden in der Fächerstadt über 200 Gäste erwartet – ein Großereignis, das die Gruppe seit Monaten organisiert – ehrenamtlich und für die Sketcher kostenlos. Dann bekommen die Künstlerinnen und Künstler die schönsten Orte zum Zeichnen gezeigt, inklusive Hintergrundinfos. Danach werden sie wissen, worin Karls Ruhe bestand, und sie werden die begehrten Urban-Sketcher-Stempel auf ihren Teilnahmekarten sammeln, die jede Sketchers-Gruppe hat. Ein Sammelobjekt, wie einst der Länderstempel im Reisepass. (fri)

Mitmachen bei den Urban Sketchers

Die Plätze für die Teilnahme am Jubiläum sind bereits ausgebucht. Wer Interesse hat, mit den Karlsruher Urban Sketchers zu zeichnen oder zu malen, hat am dritten Samstag im Mai Gelegenheit dazu. Ort und Zeit werden auf der Website veröffentlicht, eine Anmeldung ist dafür nicht nötig. Mehr Infos gibt es hier.

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von Redaktion NUSSBAUMRedaktion NUSSBAUM
20.04.2026
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