
Mit einem vielseitigen Programm feiert die Branddirektion Karlsruhe in diesem Jahr ein „für die Stadt sehr besonderes Jubiläum“, wie Erste Bürgermeisterin Bettina Lisbach sagt: Die Karlsruher Berufsfeuerwehr wird 100 Jahre alt.
Die Geschichte der organisierten Karlsruher Feuerwehr reicht zurück bis zum Karlsruher Theaterbrand im Jahr 1847. Kurz danach wurde die die Freiwillige Feuerwehr Karlsruhe gegründet, sie orientierte sich an der Freiwilligen Feuerwehr Durlach. Diese war 1946 von Christian Hengst, städtischer Baumeister von Durlach, gegründet worden. Sie gilt als eine der ersten Freiwilligen Feuerwehren Deutschlands.
„Retten, Löschen, Bergen, Schützen“ lautet der Leitspruch der Feuerwehren. „Wir sind 365 Tage im Jahr rund um die Uhr in Bereitschaft“, betont Florian Geldner, Stadtdirektor und Leiter der Branddirektion. Rund 3.600 Einsätze kämen im Jahr zusammen. Geleistet werden sie von 280 Berufsfeuerwehrleuten, von denen 260 Personen Einsatzbeamte sind. Dazu kommen 650 Menschen bei den Freiwilligen Feuerwehren. An 16 Standorten im Stadtgebiet gibt es diese Abteilungen. Insgesamt verfügt die Branddirektion Karlsruhe über mehr als 100 Fahrzeuge.
Jede Freiwilligen-Abteilung hat besondere Aufgaben und Ausstattungen. Grötzingen ist, neben Neureut und der Hauptfeuerwache, einer der drei Standorte, an denen Drehleitern vorgehalten werden. In Durlach gibt es einen Gerätewagen Licht, in Durlach-Aue einen Verpflegungszug mit Geschirr und Mobiliar. „Wenn die Freiwillige Feuerwehr vor der Berufsfeuerwehr am Einsatzort ist, dann hat deren ranghöchster Kommandant die Einsatzleitung vor Ort, bis die Berufsfeuerwehr kommt“, sagt Brandoberamtsrat Daniel Schillinger, der die Freiwilligen Feuerwehren betreut.
Das war nicht immer so. Bei ihrer Gründung Ende 1926 war die Berufsfeuerwehr dem Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Karlsruhe unterstellt. Diese war gut organisiert und zeigte sich damals wenig bereit, das Kommando abzugeben. Nicht zuletzt das hatte dazu geführt, dass die Berufsfeuerwehr nicht früher gegründet werden konnte. Allerdings hatte es schon Jahre vorher hauptberufliche, von der Kommune bezahlte und ab 1920 teilweise verbeamtete Feuerwehrmänner gegeben.
Die neue Berufsfeuerwehr konnte gleich in die am 26. September 1926 eingeweihten, technisch auf dem damaligen Stand der Zeit modern ausgestatteten Gebäude der damaligen Hauptfeuerwache in der Ritterstraße einziehen. Damit hatte auch die Großstadt Karlsruhe eine anerkannte Berufsfeuerwehr. Geleitet wurde sie von einem akademisch ausgebildeten, erfahrenen Brandschutzspezialisten.
Dort blieb sie fast 100 Jahre. Am 28. April 2021 zog die Berufsfeuerwehr Karlsruhe in die neu errichtete Hauptfeuerwache, gelegen neben der Zentralen Leitstelle an der Wolfartsweierer Straße, um.
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