Das Gästehaus Saron in Wildberg feiert am Sonntag, 10. Mai, ab 10 Uhr sein 100-jähriges Bestehen – und lädt die gesamte Region ein, Teil dieses besonderen Tages zu werden.
Los geht es um 10 Uhr mit einem Festgottesdienst im Zelt auf dem Saron-Gelände, unter anderem mit musikalischer Begleitung und Tobias Kley, Autor und Mitbegründer der digitalen Plattform „Creedle“. Im Anschluss verwandelt sich das Gelände in einen offenen Begegnungsort für Jung und Alt mit einem vielseitigen Programm: Interviews mit Ehrengästen aus Kirche, Verband und Politik, darunter Vertreter aus dem Landkreis und der Stadt Wildberg, geben Einblicke in die Bedeutung des Hauses. Die Stadtkapelle Wildberg sorgt für die musikalische Begleitung und schafft eine festliche Atmosphäre.
Beim „Markt der Möglichkeiten“ zeigen regionale Partner und Kooperationsbetriebe, was sie gemeinsam mit dem Saron bewegen. Für Familien und Kinder gibt es zahlreiche Mitmachangebote – vom Baggern für Groß und Klein über eine Hüpfburg bis hin zu Spielaktionen. Wer neugierig ist, kann bei Hausführungen einen Blick in die verschiedenen Häuser, Zimmer und Gruppenräume werfen und erleben, wie der Betrieb heute funktioniert. Auch kulinarisch wird einiges geboten, von Maultaschen über Gegrilltes bis hin zu Kaffee und Kuchen.
„Saron ist für mich mehr als ein Gästehaus. Es ist ein Ort, an dem Menschen auftanken, Gemeinschaft erleben und sich willkommen fühlen“, sagt Geschäftsführer Pierre Dispensieri. „Genau das wollen wir am Jubiläumstag erlebbar machen.“
Heute steht das Saron für ein modernes Gästehaus mit über 160 Betten und jährlich mehr als 20.000 Übernachtungen. Schulklassen, Firmen und besonders christliche Gruppen nutzen das Haus für Freizeiten, Tagungen und Begegnungstage. Gleichzeitig ist es eng mit der Region verbunden – als Arbeitgeber, Partner und Gastgeber.
Diese Verbindung hat Tradition. Schon früh wurde das Haus nicht nur als Jugendheim gedacht, sondern gezielt zu einem ganzjährig geöffneten Gästehaus weiterentwickelt . Der Anspruch war damals wie heute klar: Menschen erleben im Saron Gastfreundschaft, Glaube und Gemeinschaft.
Ein Blick zurück
Die Geschichte beginnt in den 1920er-Jahren mit Freizeiten für Kinder aus Stuttgart. Die Bedingungen waren einfach, der Wunsch nach einem eigenen Haus groß. 1925 wurde schließlich ein Grundstück in Wildberg erworben – finanziert dank einer bemerkenswerten Gemeinschaftsaktion, bei der junge Menschen Geld sammelten. Bereits 1926 wurde das Haus eingeweiht. Die folgenden Jahre brachten Wachstum, aber auch Krisen: Beschlagnahmung im Zweiten Weltkrieg, Nutzung als Lager und schwierige Nachkriegsjahre. Erst Mitte der 1950er-Jahre konnte das Haus zurückerkämpft und wieder als Gästehaus aufgebaut werden – mit großem Einsatz vieler Helfer.