
Am Sonntag, den 21. Dezember 2025, machte sich Felix Peierl von der TSG Germania Dossenheim auf den Weg nach Worms zu den 2. Deutschen Meisterschaften im Chessminton – einer noch jungen Kombinationssportart aus Badminton und Schach.
In jedem Spiel wird zunächst ein Satz Blitzschach gespielt, bei dem beiden Spielern jeweils fünf Minuten Bedenkzeit zur Verfügung stehen. Abhängig von der verbleibenden Bedenkzeit des Siegers werden unterschiedliche Punktstände vergeben (z. B. 11:5 oder 11:8). Anschließend folgen zwei Sätze Badminton, ebenfalls bis 11 Punkte ohne Verlängerung. Sollte nach diesen drei Sätzen noch kein Sieger feststehen, entscheidet ein abschließender Satz Blitzschach über den Ausgang der Partie.
Felix Peierl trat im Herrendoppel der Altersklasse U25 gemeinsam mit Maxim Akhmatovski an. Das Duo ergänzte sich ideal: Während Maxim Schach auf professionellem Niveau spielte (2. Bundesliga), „kümmerte“ sich Felix um die zwei Sätze Badminton. Das ermöglichte es dem Team, sich in beiden Disziplinen gegen Gegner durchzusetzen, die häufig nur auf eine der beiden Sportarten – meist Schach – spezialisiert waren.
Im ersten Spiel trafen Felix und Maxim auf Tobias Berstler und Jakob Lutterbach. Zwar entschieden die Gegner den ersten Schachsatz klar für sich (9:22), mussten sich jedoch in den beiden anschließenden Badmintonsätzen deutlich geschlagen geben (22:4, 22:4). Den abschließenden Schachsatz verloren Felix und Maxim zwar erneut, konnten sich jedoch deutlich steigern (11:16) und entschieden das Spiel insgesamt für sich.
Auch im zweiten Spiel gegen Florian Backhaus und Ismael Kullmann zeigte sich die Stärke des Teams: Nach einem ausgeglichenen ersten Schachsatz (12:12) dominierten Felix und Maxim im Badminton und sicherten sich schließlich auch im letzten Schachsatz (15:13) den Sieg.
Damit sicherten sich Felix Peierl und Maxim Akhmatovski den Titel Deutscher Meister im Herrendoppel U25 und qualifizierten sich zugleich für die kommenden Europameisterschaften.
Im Herreneinzel U25 verlief das Turnier für Felix weniger erfolgreich. Da er seit mehreren Jahren fast überhaupt kein Schach mehr gespielt hatte, geriet er in dieser Disziplin in deutliche Probleme, obwohl er im Badminton klar überlegen war. Bereits im ersten Spiel traf er auf einen Schach-Bundesligisten und hatte im Schachsatz erwartungsgemäß keine Chance (0:11). Um das Spiel dennoch zu gewinnen, hätte Felix die beiden Badmintonsätze jeweils mit 11:0 für sich entscheiden müssen, da bei einem weiteren 0:11 im vierten Satz (Schach) im Falle eines Gleichstands der dritte Satz – und damit Badminton – spielentscheidend gewesen wäre. Durch einen unglücklichen Fehler gewann Felix den zweiten Satz jedoch nur mit 11:1, sodass er sich nach dem erwarteten vierten Satz im Schach (0:11) im KO-System bereits in der ersten Runde geschlagen geben musste.
In seinem zweiten Einzel wiederholte sich dieses Szenario leider ziemlich genauso.
Am Ende des Turniers belegte Felix nach einigen – teils auch sehr unterhaltsamen – Spielen den 7. Platz im Herreneinzel U25.
Positiv in Erinnerung blieben ihm zudem die vielen netten Begegnungen mit anderen Spielern während des Turniers.
Abschließend ein herzlicher Dank an Thang vom TV Heidelberg für die Mitfahrgelegenheit.
Ergebnisse im Überblick:
•Einzel (HE U25): 7. Platz
•Doppel (HD U25): 1. Platz
(Peierl)


