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25 Jahre Nepal-Schulprojekt – eine Idee trägt Früchte

Jahresbericht Sommer 2025 des Vereins „Nepal-Schulprojekt – Zukunft für Kinder – e.V.“ Ein Vierteljahrhundert Zukunft – ein Jahr voller Dankbarkeit...
Foto: Nepal Schulprojekt

Jahresbericht Sommer 2025 des Vereins „Nepal-Schulprojekt – Zukunft für Kinder – e.V.“
Ein Vierteljahrhundert Zukunft – ein Jahr voller Dankbarkeit

2025 ist ein besonderes Jahr. Ein Jahr, das nicht nur das 25-jährige Bestehen unseres Vereins markiert, sondern auch eindrucksvoll gezeigt hat, was in einem Vierteljahrhundert wachsen kann – wenn man gemeinsam anpackt, an das Gute glaubt und nicht müde wird, Verantwortung zu übernehmen.
Als wir im April 2025 das Jubiläum unseres Vereins in Kathmandu feierten, waren über 300 Gäste mit dabei: Unterstützerinnen und Unterstützer aus Nepal, Freunde, Partner, Repräsentanten aus Politik und Buddhismus – und eine Delegation aus Ebersbach rund um unsere Vorsitzende Astrid Vöhringer. Es wurde getanzt, gegessen, gelacht – und vor allem erinnert und gewürdigt.

Ein Baum voller Geschichten
Zentrales Symbol der Jubiläumsfeier war ein „Baum der Projekte“: Aus einem gemeinsamen Stamm – der Idee, Kindern durch Bildung eine bessere Zukunft zu geben – sind in 25 Jahren unzählige starke Äste gewachsen: Schulen, Kindergärten, Behinderteneinrichtungen, Gesundheitsstationen, Streuobstwiesen, Küchen, Heizöfen, Ausbildungsmöglichkeiten.
Besonders bewegend waren die Videobotschaften ehemaliger Schüler und Schülerinnen. Viele von ihnen leben heute auf der ganzen Welt mit guten Ausbildungen verstreut, aber leider, und das ist der Wermutstropfen der Entwicklung, mit keiner beruflichen Perspektive in Nepal. Sie erinnerten sich mit Dankbarkeit an die Unterstützung des Vereins. „Ohne Auntie Astrid“, so sagten viele, „wären wir heute nicht da, wo wir sind.“


Die Dankbarkeit mischte sich mit einem Hauch Wehmut: Denn auch wenn der Zugang zu Bildung verbessert wurde – der Weg in ein gutes Leben in Nepal selbst ist oft noch steinig. Unser Engagement bleibt gefragt und bringt Menschen voran. Strukturen und das Umfeld zu verändern, ist eine große Herausforderung und liegt außerhalb der Möglichkeiten des Vereins.

Mit vier Rädern Richtung Zukunft
Ein ganz praktischer Meilenstein konnte im Jubiläumsjahr ebenfalls erreicht werden: Dank einer großzügigen Spende der Daimler AG über 15.600 €, ergänzt um Mittel u. a. des Rotaryclubs Göppingen, wurde ein robustes, geländegängiges Fahrzeug angeschafft. Es transportiert nun zuverlässig Obst und Gemüse von unserer Streuobstwiese im Solukhumbu nach Kathmandu.
Was früher oft an Logistik oder Wetter scheiterte, ist heute zuverlässiger Teil der regionalen Versorgung. Auch Teppiche aus der wiederbelebten Produktion in Chelsa können so einfacher zu Märkten gebracht werden. Ein echter Beitrag zur Eigenständigkeit – ganz im Sinne unserer Philosophie der Hilfe zur Selbsthilfe.

Chelsa wächst weiter

In Chelsa, dem „lost place“ im Solukhumbu, hat sich 2025 vieles gefestigt:

  • Die Ernte wurde vollständig verarbeitet – Apfel und anderes Obst versorgt die Kinder in der Schulen in Kathmandu mit Vitaminen in Form eines wöchentlichen gesunden Frühstücks, die Überschüsse werden auf dem Markt verkauft oder zu Saft, Mus und lokalem Apfelschnaps verarbeitet – Einnahmen können generiert werden.
  • Gemüse- und Obsterträge ergänzen nicht nur die Ernährung, wie z. B. das Frühstück der Kinder in den von uns unterstützten diversen Schulen und Kindergärten und da ein Teil der Ernte bei den Dörflern im Solokhumbu verbleibt, sorgt dieser Teil für ein zusätzliches Einkommen durch den Verkauf auf den Märkten dort.
  • Ein Wächter mit Hunden sorgt für Sicherheit – Eigentum, egal wie wenig wertvoll es ist, schafft auch in Nepal Begehrlichkeiten.
  • Die Schule am Ort ist renoviert, die Umgebung für einen Schulbesuch ist attraktiver. Durch das neuerrichtete Küchenhaus können im Ort warme Mahlzeiten für Schüler, Ältere und Bedürftige zubereitet werden.

  • Dank großzügiger Spenden der HAGOS eG konnten viele Häuser in Chelsa mit rauchfreien Kaminen ausgestattet werden – die Mortalitäts- und Gesundheitsrisiken sind gesunken, die Lebensqualität steigt und der Ort wird für Rückkehrer aus Kathmandu attraktiver.
  • Die Straßensanierung macht den Ort auch im Monsun erreichbar – damit ist der Abtransport der Ware nach Kathmandu kein logistisches Abenteuer mehr
  • Die Idee einer Genossenschaft zur Vermarktung wird weitergedacht und damit Strukturen für eine nachhaltige Entwicklung geschaffen.
  • Die Apfelbaum-Patenschaften stoßen weiter auf großes Interesse – weitere Bäume können gepflanzt werden.

Was 2021 mit der Wiederentdeckung einer alten Obstplantage begann, ist heute ein lebendiger Ort der Entwicklung – ökologisch, wirtschaftlich und sozial.

Humla bleibt Teil unseres Herzens
Auch in der abgelegenen Region Humla, im Nordwesten Nepals an der Grenze zu Tibet, bleibt der Verein aktiv. Das seit 2006 begleitete Projekt „Yalbang/Kermi“ mit Schule, Hostel und Geburtshaus zeigt eindrucksvoll, wie nachhaltige Entwicklung gelingen kann – auch fernab touristischer Routen.

  • Das Geburtshaus in Kermi unterstützt weiterhin Mütter bei der sicheren Geburt – mehr als 20 Kinder kamen dort inzwischen gesund zur Welt und die von uns angestellte Hebamme Garmu betreut die Mütter bei den immer noch traditionellen Hausgeburten.

  • Der 2022 eröffnete Kindergarten wird gut angenommen und ergänzt die staatliche Schulbildung sinnvoll.
  • Das von Landrat Kumar Lama begleitete Projekt trägt sich zunehmend selbst – regelmäßige Abstimmungen mit dem Verein sichern Qualität und Fortschritt.

Humla erinnert uns daran, wie wichtig frühzeitige Bildung, medizinische Versorgung und kulturell sensible Zusammenarbeit sind. Der Weg dorthin war lang – aber er hat sich gelohnt.

Ein dritter Ort der Hoffnung: Dadhikot und Anantalinkeshwor
Auch in der Region Dadhikot, unweit von Kathmandu, ist unser Verein seit vielen Jahren aktiv. Zwei Schulen mit angeschlossenen Kindergärten für rund 800 Kinder wurden dort errichtet und in die Verantwortung der Kommune übergeben – sie sind ein fester Bestandteil der Bildungslandschaft vor Ort.
Die zu Dadhikot gehörende Bergregion Anantalinkeshwor wurde uns von den dortigen Gemeindeverwaltungen nach dem Bau der Dorfschule 28 Hektar Land zur langfristigen Nutzung (für 30 Jahre) übertragen – unter der Voraussetzung, dass eine ganzheitliche Entwicklung eingeleitet wird.


Diese Entwicklung ist längst in Gang:

  • 2.000 Rudraksha-Bäume, gepflanzt mit Unterstützung von Schülerinnen und Schülern aus Dadhikot, bringen mit ihren Früchten nicht nur Einkommen, sondern auch spirituellen Wert für die hinduistische Bevölkerung.

  • Eine Tempelanlage wurde restauriert und bildet heute das kulturelle Herz der Dörfer.
  • Die von uns unterstützten Schulen wurden bei dem Erbeben 2015 dank vorausschauender erbebensicherer Bauweise nicht zerstört

Unser Ziel bleibt es, auch hier den Wert von Bildung erfahrbar zu machen – für Kinder, Eltern und Lehrer gleichermaßen. Denn echte Entwicklung beginnt im Kopf.

Was bleibt – und was kommt
Das Jubiläumsjahr war nicht nur ein Anlass zum Feiern, sondern auch zum Innehalten und Weitermachen. Unsere Projekte zeigen Wirkung – sichtbar, messbar, erlebbar.

Im Herbst, am 19. September 2025, feiern wir unser 25-jähriges Bestehen auch in Ebersbach – beim traditionellen Nepalabend. Mit dabei: die kongeniale Partnerin von Astrid Vöhringer, die Teppichunternehmerin Dolma Lopsang, die für viele in Nepal das Gesicht des Fortschritts ist. Wir laden Sie herzlich ein, diesen besonderen Abend mit uns zu verbringen – in Dankbarkeit für das Erreichte und im Vertrauen auf das Kommende.

Danke von Herzen
Wir danken allen Mitgliedern, Unterstützern, Spendern und Freundinnen des Vereins für ihre Treue, ihre Hilfe, ihre Begeisterung. Ohne sie wäre keiner dieser Wege beschritten worden.

Wenn Sie mehr erfahren möchten, besuchen Sie uns gerne auf unserer Website: www.nepal-schulprojekt.info
Oder werden Sie Baumpatin/Baumpate, Spender oder einfach: ein Teil dieser Bewegung.
Namaste – und auf viele weitere Jahre Zukunft für Kinder.

Ebersbach, Juli 2025
Astrid Vöhringer
Stephan Vomhoff

Erscheinung
Ebersbacher Stadtblatt
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Ausgabe 32/2025
Dieser Inhalt wurde von Nussbaum Medien weder erfasst noch geprüft. Bei Beschwerden oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte an den zuvor genannten Erfasser.
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