
Die Bogenabteilung des SVE hat ihr internes Jagd-Turnier zum dritten Mal mit freundlicher Genehmigung des Jagdpächters, des Landwirts und der Gemeindeverwaltung auf dem Ebhäuser Killberg unterhalb des Eisstockgeländes veranstaltet. Danke für das Einverständnis. An fast gleicher Stelle hatte vor fast 50 Jahren das Freiluft-Bogenschießen beim SVE seinen Anfang genommen. Damals wurde dort auf Scheiben geschossen, jetzt auf 3D-Ziele, das sind Tier-Nachbildungen aus einem Spezialschaum. Auf dem Rundkurs mit 14 Stationen, der zweimal durchlaufen wurde, standen die ersten Ziele in einem kleinen Wäldchen, das von 1977 bis 1995 – vor der Aufforstung – Trainingsplatz für die Bogenabteilung war.
Insgesamt 16 Aktive sind bei kaltem Wetter zu diesem Wettbewerb angetreten. Es durfte mit allen Bogen-Typen gestartet werden. Das erzielte Gesamtergebnis wurde nach der sogenannten Lippek-Tabelle umgerechnet. Mit dieser Tabelle werden die Vor- und Nachteile der einzelnen Bogenarten ausgeglichen. Beispiel: Beim reinen Holzbogen (auch Primitivbogen genannt) gilt der Faktor 1,00 und beim Olympischen Bogen (mit Visier und Stabilisatoren) ist es der Faktor 0,70. Somit hat ein guter Schütze mit jedem Bogentyp die Chance auf den Sieg. Bei der ersten Runde wurde auf jedes Ziel zwei Pfeile geschossen und gewertet. Bei der zweiten Runde durfte man jeweils bis zu drei Pfeile schießen, der erste Treffer wurde gewertet, wobei es die höchsten Punktzahlen gab, wenn man schon mit dem ersten Pfeil traf. Die Anwesenden waren sich am Ende alle einig, dass dieser Parcours, der nach dem Wäldchen weiter am Waldrand entlang und bergauf und bergab über Wiesen führte, absolut schön und abwechslungsreich aufgestellt war. Steinbock, Wildsau, Luchs, sogar ein "Wolpertinger" und viele andere schöne Tierattrappen waren zum Beschuss freigegeben. Thorsten Brunner und Tamara Weinaug mit ihrem Helfer-Team erhielten dafür viel Lob und Anerkennung.
Nach Umrechnung der Gesamtpunkte standen Sieger und Platzierte fest. Auf dem 1. Platz landete wie im Vorjahr Holger Runft (Langbogen) mit 414 Punkten. Den Wanderpreis, der jetzt schon zum 13. Mal vergeben wurde, darf er ein weiteres Jahr mit nach Hause nehmen und mit einem ausgedienten Pfeil verzieren. Zwischen Platz 2 und 5 lagen die Ergebnisse keine sechs Punkte auseinander und alle beteiligten Bogentypen sind da auch dabei: Vanessa Bisswang (Langbogen) mit 329,36 Punkten, Markus Mößner (Jagdbogen modern 326,4), Jürgen Niemand (Traditioneller Bogen 324,7) und Tamara Weinaug (Traditioneller Bogen 323,85). Bester Jungschütze ist Robin Lutz mit dem traditionellen Bogen und guten 221 Punkten.