Die Drittliga-Handballerinnen der HSG St. Leon/Reilingen haben bisher noch keine der beiden Chancen um den Ligaverbleib im Relegationskampf genutzt. Nach der knappen 27:28-Niederlage in der vergangenen Woche setzte es nun eine bittere 13-Tore-Niederlage gegen den SC SFN Vechta. Am Ende zeigte die Anzeigetafel in heimischer Halle 27:40 (12:16).
„Die Abwehr war wie ein Schweizer Käse“, meinte Lisa Haupt, mit acht Treffern erfolgreichste Werferin der Gastgeberinnen. Dem pflichtete auch Katrin Pfisterer bei, die aus ihrem „Ruhestand“ nachrückte: „Wir haben in der Abwehr keinen Zugriff gefunden.“ Dazu kam noch die nicht ausreichende Chancenverwertung.
„Sowohl in der 5:1- als auch in der 6:0-Formation standen wir nicht als Einheit, sondern haben viele Eins-gegen-Eins verloren, wodurch wir automatisch in die Helfersituation kamen“, bilanzierte Jana Pahl. „Schon in der ersten Halbzeit war Vechta einfach abgezockter und hat cleverer gespielt beziehungsweise war kopfmäßig einfach mehr da. Vorne hat uns die Struktur gefehlt, wodurch wir die Angriffe nur durch Einzelaktionen erfolgreich gestalten konnten. Vechta war heute von Minute eins an die bessere Mannschaft - leider. Was man uns hoch anrechnen muss, ist, dass wir uns trotzdem nie komplett aufgegeben haben. Am Ende waren es auch zu wenige Optionen auf der Bank, um für die Abwehr sinnvoll zu wechseln, und wir haben in einer Konstellation gespielt, die wir so noch nie hatten.“
Das nächste Spiel bestreiten die St. Leon/Reilingerinnen am Pfingstmontag, 25. Mai, 15 Uhr im Harres Sport- und Kulturzentrum in St. Leon. Es kommt der HC Leipzig II zum Rückspiel.
Es spielten: Friedrich, Dörr, Lang – Weschenfelder N. (4), Maldener (2), Pfisterer, Brettschneider (2), Haupt (8/1), Köhler (4/1), Weschenfelder C. (1), Euler (1), Stegmüller (1), Schieszl, Kerle, Rimpf (4/3).


