Am 7. Februar veranstaltete der Stadtteilverein Wiesenbacher Tal nun bereits zum dritten Mal seinen Notfalltrainingskurs im Ökumenischen Zentrum Arche. Geleitet wurde der Kurs wieder von Dr. Othmar Kofler von der Sektion Notfallmedizin der Universität Heidelberg. Unterstützt wurde er von Dr. Anne Appel, Fachärztin für Allgemeinmedizin und Anästhesiologie, und Dr. Jonas Fiederling, Inhaber der Paracelsus-Apotheke im Wiesenbacher Tal und erfahrener Rettungsassistent.
In seinem einleitenden Vortrag sprach Dr. Kofler über Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von Erkrankungen, die zu medizinischen Notfällen führen können. Dazu gehören Herzinfarkt, Schlaganfall, Synkope (=kurze Bewusstlosigkeit) oder allergischer Schock.
Bei Auffinden eines bewusstlosen Menschen gilt weiterhin die Grundregel:
Nach den 2025 erneuerten Leitlinien soll jetzt allerdings vor Prüfung der Atmung bereits der Rettungsdienst über die 112 alarmiert werden.
In Baden-Württemberg wird gegenwärtig das System der KatRetter ausgebaut. Dabei handelt es sich um freiwillige Ersthelfer, die von der Leitstelle alarmiert werden, wenn sie in einem Umkreis von 500 Metern um den Notfallort wohnen. Diese können die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken helfen und, falls möglich, einen in der Nähe installierten AED (automatischer externer Defibrillator) mitbringen.
Im Anschluss an den Vortrag konnte in Kleingruppen geübt werden, wie man die Ersteinschätzung eines bewusstlosen Menschen vornimmt, eine Herzdruckmassage richtig durchführt, einen AED bedient, einen Bewusstlosen in die stabile Seitenlage bringt, einen eingeatmeten Fremdkörper durch geeignete Handgriffe wieder aus der Lunge heraus befördert und sich beim Auftreten von epileptischen Anfällen oder Schnittverletzungen verhält. Mit jedem vom Stadtteilverein Wiesenbacher Tal organisierten Notfalltraining stieg bisher die Teilnehmerzahl. Diesmal waren es 37 Personen, die den Ausführungen der Notfall-Fachleute sehr interessiert folgten und engagiert trainierten. (bj/red)