Am 2. Mai wurden die Vorstände des Gewerbevereins zusammen mit unserer Ortsvorsteherin, Selina Seutemann, bei Frau Petri und deren Tochter in der Gaststätte des Turnvereins begrüßt. Die Gratulanten staunten nicht schlecht, als Frau Petri die letzten vier Jahrzehnte Revue passieren ließ.
Angefangen hatte alles in der alten Turnhalle in Bruchhausen, an deren Stelle heute das Behindertenwohnheim steht. Dort übernahmen Petris Gastronomie und Hausmeisterstelle. Herr Petri, immer noch als Maschinenschlosser angestellt, war klar: „Das würde viel Arbeit bedeuten.“ Doch Frau Petri – in ihrer geduldigen Art – hat gerne mitgezogen. Auch die Tochter empfand das Leben mitten im elterlichen Betrieb als sehr positiv. Man hatte tagsüber Zeit für die Kleine, abends wurde dann die Gaststätte geöffnet. Oft, so Frau Petri lachend, auch bis in die Nacht hinein und dann wurden mehrere Turn- und Sportgruppen genannt, die gerne bis 3 Uhr nachts oder eben bis ultimo tagten.
Auch Brigitte, Uschis Tochter, kann sich daran noch gut erinnern, dass Neuerungen und Entscheidungen, die Gastronomie betreffend, immer familienintern durch diskutiert, besprochen und dann entschieden wurden. Vielleicht ist das das Geheimnis des Erfolgs und der Harmonie.
Und wer hätte gedacht, dass bei Petris – in der alten Turnhalle – die „Toten Hosen“ einen legendären Auftritt hatten. Legendär in jedem Fall die Tatsache, dass das mitgebrachte Dosenbier der Band am Ende knöcheltief den Hallenboden bedeckte.
Und bei der Erwähnung der weit über Bruchhausens Grenzen hinaus bekannten Faschingsfeste und des Auftritts der „Dorfrocker“ kam Frau Petri ins Schwärmen. Auch große Firmenfeiern, zu denen die Halle geschmückt, die Tische speziell in den Farben der Firma dekoriert wurden, blieben in Erinnerung.
Seit Jahrzehnten nun die Gaststätte beim Turnverein Bruchhausen, die mittlerweile mehr oder weniger auch mit Hilfe der Tochter betrieben wird, und immer wieder ein Lob auf die gute Zusammenarbeit mit anderen Gastronomen aus dem Ort. Und auch der Verein „hilft sofort, wenn Not am Mann ist“ – ein verlässliches und gutes Team. Und am Ende meint die von ihren Gästen nur „Uschi“ genannte Chefin: „Bei uns im Turnverein ist das wie in einer großen Familie.“
(Schriftführerin Anja Lindenberger)

