Vor genau 40 Jahren, am 26. April 1986, ereignete sich im Atomkraftwerk Tschernobyl der weltweit schwerste Unfall in der zivilen Nutzung der Atomenergie.
Acht Tonnen radioaktiver Brennstoff gelangten in die Umwelt und veränderten das Leben von Millionen Menschen für immer. Eine Region, die noch Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte unbewohnbar bleibt – ein unaufhörliches Echo von Zerstörung und Verlust. Doch was bleibt, wenn die Menschheit sich zurückzieht?
Anlässlich des 40. Jahrestages der Katastrophe lädt der Kunstfotograf Oliver Wolf zur Finissage seiner Ausstellung „32 Years after human being“ ein. In seinen Fotografien zeigt Wolf, wie die Welt sich verändert, wenn der Mensch sich zurückzieht: verlassene Räume, überwucherte Strukturen, ein stiller Atem der Natur, der langsam wiederkehrt. Entstanden sind seine Aufnahmen im Jahr 2018 in der Zone um Tschernobyl. Die Fotos sind mehr als Dokumentation; sie sind eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft. Die Finissage findet am Sonntag, 26. April, um 19 Uhr im Kleinen Foyer des Palatins statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, die Möglichkeit zu nutzen, mit dem Fotografen über die Themen und Botschaften seiner Werke ins Gespräch zu kommen. Musikalisch umrahmt wird der Abend von Gwendolyn Grauer, Akkordeon solo, aus der Klasse von Nadine Bösing, Musikschule Südliche Bergstraße. Der Eintritt ist frei. (pm/red)