
In Deutschland sind nur noch ein Drittel der Tag- und die Hälfte der Nachtfalterarten ungefährdet.
Schmetterlinge sind nicht nur wunderschöne Farbtupfer in unseren Gärten – sie spielen auch eine wichtige Rolle im Ökosystem. Doch wussten Sie, dass jede Schmetterlingsart ihre ganz eigenen Vorlieben hat? In diesem Artikel stellen wir Ihnen sechs Schmetterlinge und ihre Lieblingspflanzen vor.
Jede*r weiß, dass Falter nektarreiche Blüten benötigen, die sie mit einem langen Saugrüssel ansteuern. Das bunte Treiben rund um Nektarquellen ist sehr auffällig.
Doch unbemerkt legen Schmetterlinge ihre Eier nur an Pflanzen ab, die ihrem Nachwuchs als Futterpflanzen dienen. Nimmersatte Raupen brauchen eine Menge Energie, um sich in einen Falter zu verwandeln. Wer Schmetterlinge in den Garten und auf Balkone locken möchte, braucht also jeweils zur Art passende Futter- und Nektarpflanzen.
Admiral (Vanessa atalanta)
Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus)
Schwalbenschwanz (Papilio machaon)
Aurorafalter (Anthocharis cardamines)
Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus)
Tagpfauenauge (Inachis io)
Schmetterlinge sind eine Spielwiese der Evolution. So lässt sich die Raupe des Wiesenknopf-Ameisenbläulings von Ameisen in das Nest tragen, um dort über die Brut herzufallen.
Solche Spezialisierungen machen Tag- und Nachtfalter besonders anfällig für Veränderungen im Lebensraum – verschwindet z. B. die passenden Futterpflanzen, fehlt Schmetterlingen die Lebensgrundlage.
Schmetterlinge brauchen ein Lebensraummosaik, das die Ansprüche ihrer verschiedenen Lebensstadien – Ei, Raupe, Puppe und Falter – von der Nahrung bis zum Kleinklima erfüllt. Fehlt ein ökologischer Mosaikstein, schwinden Schmetterlings-Populationen schnell.
Monokulturen und Trockenlegungen zerstören Lebensraum, Pestizide vernichten ihre Nahrungspflanzen.
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