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70 Jahre Marienkapelle Wiesenbach

Bei strahlendem Sonnenschein wurde am 10. Mai das 70-jährige Weihejubiläum der Marienkapelle Wiesenbach gefeiert. Zahlreiche Besucher waren der Einladung...
Foto: Helmut Mathies, Annette Blasel, Sabine Mayer

Bei strahlendem Sonnenschein wurde am 10. Mai das 70-jährige Weihejubiläum der Marienkapelle Wiesenbach gefeiert. Zahlreiche Besucher waren der Einladung gefolgt und versammelten sich zu einem außergewöhnlichen Gottesdienst an der Kapelle, die seit 1956 ein Ort des Glaubens, der Besinnung und der Gemeinschaft ist.

In den Jahren 1954/55 erbauten die Wiesenbacher zwischen Kühberg und Judenwald eine Marienkapelle. Initiator war vor allem Pfarrer Friedrich Hemmer (+1993), dem seit Oktober 1940 die Seelsorge in Wiesenbach und Bammental anvertraut war. Nach seiner Rückkehr aus dem KZ Dachau wollte er sein Versprechen einlösen, der Gottesmutter mit einem Bildstock zu danken.

Schon 1945, nur wenige Monate nach Kriegsende, gelang es Pfarrer Hemmer, Schönstatt Marienschwestern für Wiesenbach zu gewinnen. Der Bau der Marienkapelle war nur eine Frage der Zeit. Der Gedanke, für die Buben und Mädchen des Kindergartens an einem geeigneten Ort einen Rast- und Gebetsplatz mit einem Bildstock zu schaffen, wich im Marianischen Jahr 1954 endgültig dem Plan eines Kapellenbaus. Das erforderliche Gelände bekam die Pfarrei durch Stiftung (von Josef Staudt) und Ankauf (von der Gemeinde). Die Baufinanzierung wurde vor allem durch Spenden und freiwillige Arbeitsleistungen möglich. Die damalige Tagespresse erwähnt besonders den Maurer Alois Grimm, der die Bauleitung übernahm, den Maurer Josef Rosenberger, den Fuhrunternehmer Karl Karolus sowie Karl Knörzer, der für einen geeigneten Zufahrtsweg sorgte. Auch evangelische Handwerker arbeiteten kostenlos. Von den damaligen freiwilligen Helfern und Miterbauern der Marienkapelle lebt heute nur noch Bernhard Grimm im Alter von 91 Jahren.

Für alle war der Kapellenbau letztlich ein sichtbarer Ausdruck ihres "Dankes für die Hilfe und den Schutz der Gottesmutter während der vergangenen Kriegszeiten“. Am 1. Mai 1956 wurde die Kapelle durch Dekan Dr. Beil unter großer Anteilnahme der Bevölkerung geweiht. Und bis heute sind Frauen und Männer bereit die Kapelle und das Gelände zu pflegen. So konnte im Gottesdienst unter freiem Himmel das im letzten Jahr durch Jakob Grimm errichtete neue Kreuz am Hang und eine kürzlich gestiftete Madonna gesegnet werden.


Pfarreirat Patrick Neckerauer dankte Marica Nagel-Joskic und Sabine Mayer für ihr besonderes Engagement für die Pflege der Kapelle und die Maiandachten mit jeweils einem Blumenstrauß.

Die feierliche Messe zelebrierte Pfarrer Tobias Streit mit musikalischer Unterstützung von Wolfgang Werkmann am E-Piano und den Gitarristinnen Monika Rodrian und Luise Winklmeier. Danach ging es in einer großen Prozession unter Begleitung des Musikvereins Wiesenbach zur Kirche.

Dort angekommen erhielten die Gläubigen den Eucharistischen Segen. Mit dem Lied „Großer Gott wir loben Dich“ mit Wolfgang Werkmann an der Orgel und dem Musikverein unter Leitung von Claudia Grimm ging der festliche Gottesdienst zu Ende. Im Anschluss gingen viele der Besucher noch mit ins Pfarrzentrum um bei Snacks und einem Umtrunk noch einige Stunden im Gespräch zu verweilen.

Ein Dank gilt dem Gemeindeteam St. Michael Wiesenbach und den vielen Helfern, die dieses Fest erst möglich gemacht haben. Dank sagen wir auch allen Freunden der Marienkapelle, die mit ihren Spendengeldern dazu beitragen die Kapelle zu erhalten. Halten wir diesen wunderschönen Ort weiter für das persönliche Gebet, Andachten, unser Beten und Bitten zur Gottesmutter Maria lebendig.

Sabine Mayer

Erscheinung
Gemeindenachrichten Amtsblatt der Gemeinden Bammental, Wiesenbach und Gaiberg
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Ausgabe 21/2026
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