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Pressemitteilung

77 Jahre Grundgesetz: Gleichstellung noch nicht erreicht

Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) erklärt den Ehrentag des Grundgesetzes am 23. Mai
Logo KDFB Zweigverein TribergFoto: KDFB Zweigverein Triberg

Köln, 21.05.2026 – Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) betont anlässlich des Ehrentags des Grundgesetzes am 23. Mai die Bedeutung von Demokratie, Gleichberechtigung und ehrenamtlichem Engagement für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. 77 Jahre nach Inkrafttreten des Grundgesetzes ist die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern noch immer nicht erreicht.

Mit dem vom Bundespräsidenten zum Geburtstag des Grundgesetzes ausgerufenen Mitmachtag, der 2026 erstmals stattfindet, wird ehrenamtliches Engagement gewürdigt sowie Demokratie, Zusammenhalt und gesellschaftliche Verantwortung in den Mittelpunkt gerückt. Bis zum 31. Mai zeigen viele Organisationen, wie sie vor Ort Gesellschaft gestalten.

„Das Grundgesetz ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Gleichstellung von Frauen und Männern. Die darin verankerten demokratischen Prinzipien haben nichts an Relevanz eingebüßt. Als Frauenverband sehen wir es als unsere Verantwortung, diese Grundwerte zu verteidigen und uns weiterhin aktiv für die volle Gleichstellung von Frauen in allen Lebensbereichen einzusetzen“, so KDFB-Vizepräsidentin Monika Arzberger.

Der KDFB erinnert in diesem Zusammenhang an die herausragende Rolle der Frauenbundfrau Helene Weber und der weiteren „Mütter des Grundgesetzes“, die maßgeblich dafür sorgten, dass die Gleichberechtigung von Frauen und Männern 1949 Eingang in die Verfassung fand. 77 Jahre später besteht trotz wichtiger Fortschritte weiterhin eine Diskrepanz zwischen rechtlich garantierter Gleichberechtigung und tatsächlicher Gleichstellung, auch in der politischen Repräsentation: Während Frauen die Hälfte der Bevölkerung ausmachen, machen sie im Deutschen Bundestag nur rund ein Drittel der Abgeordneten aus. Der KDFB sieht darin ein deutliches Demokratiedefizit.

Als Teil der Initiative #ParitätJetzt setzt sich der KDFB für ein paritätisches Wahlrecht ein. Ab dem 23. Mai kann auf paritaetjetzt.de eine Petition unterzeichnet werden, die den Gesetzgeber dazu auffordert, das Wahlrecht so zu ändern, dass Frauen und Männer künftig gleichermaßen im Deutschen Bundestag vertreten sind. Der KDFB gehört zu den Erstunterzeichner*innen der Petition. Gerade jetzt sieht der Verband eine neue Chance für die Verankerung von Parität im Wahlrecht. Die Wahlrechtskommission hat sich zuletzt erneut mit Fragen der Reform und einer stärkeren Repräsentation von Frauen befasst, eine politische Einigung steht jedoch weiterhin aus. Bei der anstehenden Wahlrechtsreform darf Parität nicht wieder in den Hintergrund geraten.

Deshalb unterstreicht der Verband die Bedeutung der Stärkung ehrenamtlicher Strukturen für eine starke und solidarische Gesellschaft. Bürgerschaftliches Engagement braucht Anerkennung und konsequente Unterstützung.

KDFB-Vizepräsidentin Monika Arzberger erklärt dazu: „Es sind die Ehrenamtlichen, die die Werte des Grundgesetzes mit Leben füllen, indem sie konkret handeln. Wir sind allen Ehrenamtlichen, besonders den Engagierten im KDFB, dankbar, dass sie Verantwortung übernehmen und unsere Demokratie stärken.“

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 130.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.

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exklusiv online
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