In unserem Kindergarten drehte sich in den vergangenen Monaten alles um die magische Welt der Zahlen. Mit Stift, Schere, Kleber, Bildkarten und auch viel Bewegung lernten die angehenden Schulkinder, dass Mathematik weit mehr ist als nur stures Zählen.
Das Verständnis für Mengen und Zahlen ist einer der wichtigsten Grundbausteine für den späteren Erfolg in der Grundschule. Doch statt nur Theorie setzten wir auf ein ganzheitliches Konzept, das alle Sinne anspricht. Das Ziel: Zahlen begreifen – im wahrsten Sinne des Wortes.
Der Turnraum der Einrichtung verwandelte sich in einen interaktiven Zahlenweg. Hier mussten die Kinder die richtige Reihenfolge nicht nur aufsagen, sondern physisch abschreiten.
Um ein tieferes Verständnis für die Formen und Mengen der Ziffern zu entwickeln, wurden die Kinder selbst zu Konstrukteuren. Die Zahlen wurden nicht nur gemalt, sondern mit verschiedenen Materialien nachgebaut. Ob aus Lego, Holzbausteinen, Schaumstoffklötzen oder Muggelsteinen – jede Ziffer wurde auf verschiedene Weise erstellt.
Besonders spannend wurde es bei der „Zahlen-Schatzsuche“ in Zeitschriften und Prospekten: Zuerst ging es darum, die Zahlen zu suchen und zu erkennen: Wo versteckt sich eine „5“ im Supermarkt-Prospekt? Durch das genaue Ausschneiden und Kleben wurde ganz nebenbei die Feinmotorik der Kinder gefördert.
Ein Highlight für die Kinder war das selbst gestaltete Zahlenbuch der „Kleinen Eins“, das nun stolz jeder als Erinnerung mit nach Hause nehmen durfte. Viele Seiten wurden von den Kindern mit großer Motivation gestaltet und fortlaufend bearbeitet.
Durch die Kombination aus Bewegung, Kreativität und kognitiver Herausforderung sind unsere Vorschulkinder nun bestens gewappnet. Sie wissen jetzt: Zahlen sind keine abstrakten Symbole, sondern hilfreiche Begleiter in ihrem Alltag.