Mit schwerem Herzen mussten wir Abschied von unserem sanften Urgestein Zaecar nehmen, der seit 2009 Teil unseres Gnadenhofs war und unser Leben über viele Jahre hinweg bereichert hat.
Zaecar war ein ganz besonderes Pferd. Als edler Araber war er in jungen Jahren als Distanzpferd unterwegs, bevor er bei uns seinen Platz fand. Einen Ort, an dem er einfach Pferd sein durfte. Über all die Jahre ist er zu einem festen Bestandteil unserer Gemeinschaft geworden und hat viele Menschen mit seiner sanften Art tief berührt.
Wer ihm begegnete, spürte sofort seine besondere Art: sanftmütig, klug und zugleich voller Charme. Hinter seiner ruhigen Erscheinung steckte ein kleiner Schelm, der immer wieder für ein Schmunzeln sorgte. Kein Zaun und kein Tor waren vor ihm sicher, wenn ihn die Neugier packte.
Mit seinem stolzen Alter von 29 Jahren und trotz altersbedingter Beschwerden blieb Zaecar bis zuletzt zentraler Teil seiner Herde und genoss die Nähe zu seinen Artgenossen ebenso wie die Aufmerksamkeit unserer Helferinnen und Helfer. Besonders liebte er die gemeinsamen Momente: das Streicheln, das Putzen, das einfache Dasein.
Am vergangenen Mittwoch hat er uns gezeigt, dass es Zeit ist, loszulassen.
Zaecar hinterlässt eine spürbare Lücke. Doch vor allem hinterlässt er viele Erinnerungen, die uns ein Lächeln schenken und die Gewissheit, dass er einen festen Platz in unseren Herzen behalten wird.
Mach's gut, lieber Zaecar.
Sein Leben bei uns steht sinnbildlich für unsere Arbeit auf dem Gnadenhof: Tieren in Not einen sicheren Ort zu geben, ihnen Zeit, Fürsorge und Würde zu schenken – bis zum letzten Weg.