
In der Tier- und Pflanzenwelt zu kategorisieren in „nützlich“, „schädlich“, „Kraut“ und „Unkraut“ ist immer zumindest fragwürdig und ganz klar eine sehr menschliche Bewegung. Die Ökologie kennt solche Einordnungen nicht und letztlich hat sich durch die Prozesse der Evolution nichts erhalten können, das keine Relevanz fürs System hat.
So ist das natürlich auch mit der Asiatischen Hornisse. Blöd und ärgerlich nur für uns Menschen, dass sie seit kurzem auch bei uns hier ist und sich sehr erfolgreich ausbreitet. Hauptsächlich betroffen sind Imker, da die Asia Hornisse Honigbienen fängt und verspeist. Dabei beobachten Imker immer wieder, dass sie sich sogar strategisch verhält, indem sie den Bienen am Flugloch auflauert und sie abfängt. Die Verluste für ein Bienenvolk sollen 30-50 % betragen können. Daneben fängt die Asiatin auch andere Insektenarten oder übernimmt Niststätten z.B. von Hummeln unter Zerstörung deren Völker, wenn es früh im Jahr ist, jedoch scheint sie immerhin keine Massenvernichtung unter solchen Insektengruppen anzurichten. Auch gegenüber dem Menschen verhält sie sich wohl nicht unbedingt aktiv aggressiv, sondern verteidigt lediglich ihr Nest, wenn es angegriffen wird. Ganz wichtig ist auch die Unterscheidung zur einheimischen Hornisse, die bei uns ja selten geworden ist, besonders geschützt ist, eine bekanntermaßen wertvolle Funktion in unseren Ökosystemen hat und im Naturschutz sogar mit speziellen Nistkästen unterstützt wird. Während die einheimische die bekannte, geringelte Wespenfärbung mit warm orangegelbem Ton hat – denn eine Hornisse ist nichts anderes, als eine große Wespe – ist die asiatische in weiten Teilen schwarz. Auf dem Hinterleib hat sie eine breite orangefarbene Binde, darüber einen feinen orangefarbenen Ring. Auch die Füße und das Gesicht sind gelb/orange. Auf den ersten Blick sieht sie damit einer Hornisse nicht einmal besonders ähnlich, aber sehr imposant aus.
Näheres über Nest und Bekämpfung heute unter „Grüne Liste“.


