
Nach einer langen Ausstellungsdauer ab dem 8. September 2024 ging die Sonderausstellung Europas Weg nach Afrika – Afrikas Weg nach Europa am 1. März 2026, zu Ende.
Trotz des schwierigen und auch historisch belasteten Themas wurde die Ausstellung ein voller Erfolg. Während der üblichen Öffnungszeiten und im Rahmen vieler Sonderführungen konnten sich eine große Zahl von Besucherinnen und Besucher über die wechselvolle Geschichte des Kontinents, über kulturelle Besonderheiten vieler verschiedener Bevölkerungsgruppen, aber auch über die schrecklichen Auswirkungen von jahrhundertelanger Sklaverei und Kolonialismus informieren. Besonders interessant waren für viele Besucher die kulturellen Wechselwirkungen zwischen Afrika und Europa sowie die bedeutenden Einflüsse der afrikanischen Volkskunst auf viele europäische Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts. Vor allem die deutsche Keramikindustrie hat ab der Mitte der 1950er Jahre zahlreiche afrikanische Motive teilweise eins zu eins übernommen oder neu interpretiert.
Nun wird die Ausstellung abgebaut und die vielen Leihgaben gehen an ihre Eigentümer zurück. Wir bedanken uns bei allen Leihgebern sehr herzlich, die mit ihren Exponaten ganz wesentlich zum Gelingen der Ausstellung beigetragen haben und ihr Verständnis für die zweimalige Verlängerung der Ausstellung. Unseren Besuchern danken wir für ihr Kommen und das Interesse sowie für die vielen Anregungen, Hinweise und Informationen, die besonders während der Führungen im Museum immer wieder die Kommunikation bereicherten.
Bei der nächsten Ausstellung, die wahrscheinlich ab dem Spätsommer zu sehen sein wird, geht es um ein technisch-zeitgeschichtliches Thema: Die Elektrifizierung der Hardt-Dörfer ab den 1920er Jahren – also gerade mal vor einhundert Jahren. Geplant, organisiert und aufgebaut wird die Ausstellung vom Heimathaus-Team unter der Federführung von Manfred Stern (Egg) und Dieter Holstein, das bereits jetzt mit den Vorbereitungsarbeiten begonnen hat. Doch zuvor ist noch am 17. Mai 2026 die Wiederinbetriebnahme der im Laufe des letzten Jahres mit großem Aufwand renovierten Museumsfähre Sophie zu feiern, für die das Museumsteam noch einiges vorzubereiten hat.
Wir danken an dieser Stelle noch einmal allen an der Afrika-Ausstellung Beteiligten und der Gemeindeverwaltung Eggenstein-Leopoldshafen für die Hilfe und Unterstützung, Sebastian Hötzel für seine Recherchen und Textbeiträge sowie Katrin Kranich vom Gemeindearchiv für die Führung der Leihverträge.
Wolfgang und Otti Knobloch