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Viel Bewegung im Sole-Aktiv-Park

Aktiv-Tag in Bad Schönborn war ein voller Erfolg

Um die Mittagszeit drängten regelrechte Besucherströme in den auch ansonsten immer gut frequentierten Sole-Aktiv-Park in Mingolsheim.
Als erstes stand für Joey Kelly ein Eintrag ins goldene Buch der Gemeinde Mingolsheim an. Joris Fellhauer, Klaus Heinzmann, Joey Kelly und Guido Woll.Foto: cm

Die Tourist-Information um die Organisatorin Ronja Geißler konnte nach dem Besuch des Olympiasiegers Fabian Hambüchen vor zwei Jahren wieder einen Stargast begrüßen, den viele Menschen kennen: den Musiker, Extremsportler und Motivationstrainer Joey Kelly. Möglich wurde dies erneut durch Joris Fellhauer, Direktionsleiter der Deutschen Vermögensberatung, der Kelly schon seit über 20 Jahren als Markenbotschafter kennt.

Promi-Baum

Noch bevor der prominente Gast, der am Morgen bereits um 6 Uhr in Berlin in den Flieger gestiegen war, die Bühne betrat, trug er sich im Haus des Gastes bei Bürgermeisterstellvertreter Guido Woll und Klaus Heinzmann ins goldene Buch der Kurgemeinde ein. Danach durfte er den „Joey Kelly-Baum“ bewundern, der zu seinen Ehren im Bereich wilde Hecke gepflanzt wurde. AHNU-Chef Erwin Holzer hatte mit einem Luikenapfel eine Sorte aus dem Obst-Gen-Garten gewählt, der noch vor 150 Jahren der meistverbreitete in Württemberg war. Im mittlerweile gut besuchten Biergarten stellte Guido Woll die Bewegungsgemeinde kurz vor, bevor Mike Diehl – 20 Jahre lang die Stimme der TSG Hoffenheim – den prominenten Gast interviewte.

Leben im Extrem-Bereich

Natürlich kam dieser nicht umhin, zunächst über die Jahrzehnte als Mitglied der Kelly-Family zu plaudern. Kurzweilig erzählte er, wie die Kellys von Straßenmusikern zu Stars wurden, der Song „An Angel“ durch die Decke ging und das Album „Over the Hump“ zu einem der meistverkauften in Deutschland wurde. „Wir haben damals an der Ostsee alle Kurorte wie diesen abgespielt“, erzählte er, bevor die Gruppe in den 90er Jahren zu einem der größten Pop-Phänomene Europas wurde und Stadien füllte. Heute lebt der Vater von vier Kindern auf einem Bauernhof bei Köln. Der berühmte Tourbus, der noch vor Kurzem in Sinsheim besichtigt werden konnte, steht neuerdings in seiner Garage. Als Tourmanager der Kellys fand er Anfang 2000 den perfekten Ausgleich zum stressigen Beruf im Ausdauersport und heute ist er vor allem durch Wüsten- und Ultramarathons bekannt, bei denen er scheinbar kein Limit kennt. Mit Markus Lanz machte er sich zu einem Wettlauf zu Südpol auf und bewältigte 400 km bei Temperaturen von bis zu 40 Grad. In dieser Woche schon steht für ihn zum fünften Mal die Cross-Amarica-Race an, ein jährliches Ultracycling-Rennen von West- nach Ostamerika mit 4.800 Kilometern, 35.000 Höhenmetern durch bis zu 12 Klimazonen, und auch der letzte Marathon liegt erst wenige Wochen zurück. Lebhaft erzählte er von seinen Erfahrungen im Extrembereich, der Coronanzeit und den unglaublichen Spendensummen, die er für Charity-Projekte generiert. „Gesund ist, was ich mache, nicht unbedingt“, lachte er. „Bewegt euch jeden Tag, baut es in den Tagesrhythmus ein, dann wird euch schnell etwas fehlen, wenn ihr es nicht macht“, war jedoch sein Tipp für die gebannt zuhörenden Gäste, bevor er kostenlos CDs von einem Live-Konzert der Kellys an der Loreley verteilte und sich viel Zeit für Autogrammwünsche und kleine Gespräche nahm.

Aktivität an Stationen

Derweil herrschte schon Aktivität an den 14 Bewegungsstationen im Kurpark. Ob Qui-Gong oder Yoga mit den Rochus-Kliniken, Line-Dance mit der Tanzschule Sieber am See, Kicken beim TuS, Tennisbälle treffen beim TC, Parcourslaufen beim Chili-Out, Liegestützen machen bei der AOK oder Power-Gym mit dem Team des Thermariums, war für Groß und Klein etwas dabei. Die „rollende Kinderturnwelt“ der Kindersportstiftung war am Start wie die Rheumaliga. Eine Walkingstrecke und Körperanalysen gab es bei den Initiatoren der Bad Schönborner Langzeitgesundheitsstudie, den Professoren Klaus Bös und Alexander Woll und Team vom KIT. Abkühlen konnte man sich beim Storchengang im Kneipp-Becken oder bei der Wassergymnastik im Thermarium. Ruhepausen boten die kunstvoll gestalteten KuKuK- Liegestühle. Speis und Trank lockten im Biergarten, aber auch große Obstteller und Gemüse oder süße Kirschen beim Stand des Hofladens Kislau. Eine Stempelkarte, die es abzuarbeiten galt, war der Schlüssel zum Erfolg. Hunderte blaue „Aktiv-Tag“-T-Shirts wurden von der TI als Belohnung ausgegeben und gleich die ersten Entchen für das Entenrennen verkauft. Einen musikalischen Ausklang fand der rundum gelungene Aktivtag mit der Band 2-Plugged, und auch hier gab es noch Bewegung beim Tanzen. (cm)

Erscheinung
exklusiv online
von Redaktion NUSSBAUMRedaktion NUSSBAUM
15.06.2026
Orte
Bad Schönborn
Kategorien
Sport
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