Der ehemalige CAP-Lebensmittelmarkt gehört nun der Gemeinde. Mit großem Bedauern hatte die Gemeinde die Schließung des Markts in der Berkheimer Straße im Frühjahr zur Kenntnis genommen. Der CAP-Markt, der vom 28. Mai 2020 bis zum 19. April 2025 ein wichtiger Baustein der örtlichen Nahversorgung war und von vielen Bürgern geschätzt wurde, musste aufgrund ausbleibender Umsätze schließen. Um die weitere Entwicklung des Standorts aktiv mitgestalten zu können, hat die Gemeinde die ehemalige Verkaufsfläche nun erworben.
Der CAP-Lebensmittelmarkt war weit mehr als nur eine Einkaufsmöglichkeit. Für viele Menschen war er ein Treffpunkt im Alltag sowie ein Ort der kurzen Wege, der Begegnungen und der Verlässlichkeit. Umso wichtiger ist es der Gemeinde, dass die Obere Ortsmitte auch künftig ein lebendiger Ort des Zusammenkommens bleibt. Vor diesem Hintergrund hat der Gemeinderat entschieden, sich aktiv in die zukünftige Entwicklung der Fläche einzubringen. Ziel war es, frühzeitig Gestaltungsmöglichkeiten zu sichern, sowohl hinsichtlich der Nutzung der ehemaligen Verkaufsfläche als auch im Hinblick auf die Weiterentwicklung der Oberen Ortsmitte.
Daher wurde der Kontakt zum Eigentümer der Ladeneinheit gesucht, einer sympathischen Handwerkerfamilie aus der Welzheimer Region. Die Gespräche verliefen positiv: Inzwischen wurde ein Kaufvertrag unterzeichnet, sodass die Ladeneinheit künftig in Gemeindeeigentum übergeht.
Ein glücklicher Zusammenhang kommt der Gemeinde dabei zugute: Mit der Aufnahme des künftigen Sanierungsgebiets „Mittleres Oberdorf“ – zu dem auch das Schafhaus-Gebäude und damit auch der ehemalige CAP-Markt gehören – in die Städtebauförderung Baden-Württemberg ist der Erwerb förderfähig. Rund 60 Prozent des Kaufpreises werden daher vom Land Baden-Württemberg übernommen. Auch zukünftige bauliche Maßnahmen wie ein möglicher Umbau könnten über das Sanierungsprogramm gefördert werden. Diese Förderung ermöglicht es der Gemeinde, die Ortsmitte gemeinsam mit dem Land aktiv und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.
In den kommenden Monaten möchte die Gemeinde erarbeiten, welche Nutzung künftig in der Oberen Ortsmitte in der ehemaligen Ladeneinheit entstehen soll. Bürgermeister Barth betont, dass ihm ein Ort mit öffentlichem Charakter wichtig ist. Es soll ein Angebot geschaffen werden, das Infrastruktur für die Bürger schafft und zur Aufenthaltsqualität beiträgt.
Nach wie vor liebäugelt er mit einem Ladengeschäft als zentralem Anker. Allerdings stellt er klar, dass ein Vollsortimentsmarkt in der bisherigen Größe von rund 400 Quadratmetern nicht mehr umsetzbar sein wird. Die Verwaltung prüft daher aktuell kleinere Ladenmodelle und moderne Mini-Supermarkt-Konzepte.
Darüber hinaus sind weitere Nutzungsformen denkbar.
Die Gemeinde freut sich über diese positive Entwicklung und die zukunftsweisende Entscheidung des Gemeinderats zum Kauf. Der Erwerb der Ladeneinheit schafft Gestaltungsspielraum, um die Obere Ortsmitte gemeinsam und mit Unterstützung des Landes weiter aufzuwerten. Damit bleibt der Standort ein wichtiger Baustein einer aktiven und bürgernahen Ortsmitten-Gestaltung.