
Meine nächste Sprechstunde ist am Montag, dem 04. Mai 2026 in der Zeit von 16.00 bis 17.00 Uhr. Weitere Termine können kurzfristig vereinbart werden.
Sie erreichen mich im Rathaus unter der Telefonnummer: 07429 / 931080 oder per E-Mail unter: hans.marquart@egesheim.de.
Ich freue mich auf Ihren Besuch.
Montag: 08.30 Uhr bis 10.30 Uhr
Montagnachmittag: 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Dienstag bis Donnerstag: 08.30 Uhr bis 11.30 Uhr
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Rathaus: 07429/931080
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Gemeinde Egesheim
Landkreis Tuttlingen
Am Sonntag, dem 07.06.2026 findet die Wahl des Bürgermeisters / der Bürgermeisterin und am Sonntag, dem 21.06.2026, eine etwaige Stichwahl statt.
Die öffentliche Bekanntmachung erfolgt durch Anschlag an der Verkündungstafel vor dem Rathaus in der Zeit vom 23.04.2026 bis 03.05.2026 - je einschließlich - ersichtlich.
Auf diesen Anschlag wird hiermit hingewiesen.
Egesheim/Verdun - Die Schlacht von Verdun im Jahr 1916 gilt als eines der grausamsten Kapitel des Ersten Weltkriegs. Hunderttausende Soldaten verloren in dem monatelangen Stellungskrieg ihr Leben, unzählige weitere wurden schwer verwundet oder traumatisiert. Auch Männer aus den Heuberggemeinden, darunter aus Egesheim, kämpften an der Front – einer von ihnen war Franz-Josef Sauter.
Mehr als ein Jahrhundert später begab sich eine Gruppe aus verschiedenen Heuberggemeinden auf die Spuren dieses historischen Grauens. Organisiert von Holger Sauter und Peter Sauter, im Rahmen eines Ausflugs der Gemeinde Egesheim, ging die Reise nach Verdun. Durch alle drei Tage führte Peter Sauter die Gruppe – der Sohn des einstigen Frontsoldaten. Heute in der Schweiz lebend, beschäftigt sich dieser seit Jahrzehnten intensiv mit den Erlebnissen seines Vaters, der in Verdun schwer verwundet wurde.
Gleich zu Beginn stand der Besuch des Beinhauses von Douaumont auf dem Programm – einem der eindrucksvollsten Erinnerungsorte der Region. In dem monumentalen Bauwerk ruhen die Gebeine von rund 130.000 nicht identifizierten deutschen und französischen Soldaten. Die schiere Dimension des Verlustes wurde den Teilnehmern hier auf bedrückende Weise bewusst.
Im Anschluss tauchte die Gruppe im „Musée du Mémorial“ tief in die Geschichte der Schlacht ein. Eine außergewöhnliche Sammlung von Exponaten sowie moderne audiovisuelle Stationen vermittelten eindrucksvoll die Perspektiven der Soldaten beider Seiten und machten das Grauen des Krieges greifbar.
Am zweiten Tag führte der Weg in das Fort Douaumont. Während eines geführten Rundgangs durch die kalten, feuchten Gänge bekamen die Besucher eine Vorstellung vom Alltag der Soldaten. Bereits nach kurzer Zeit kroch die Kälte in die Knochen - eine Erfahrung, die erahnen ließ, unter welch unmenschlichen Bedingungen die Männer hier ausharren mussten, oft unter ständigem Beschuss.
Ein weiterer Höhepunkt war die Wanderung durch die sogenannte „Rote Zone“, eine der Hauptkampfgebiete der Schlacht. Noch heute birgt der Boden dort nicht explodierte Munition. Entlang zerfurchter Landschaften, gezeichnet von Granateinschlägen und Schützengräben, führte Peter Sauter die Gruppe mit großem Fachwissen und anschaulichen Materialien durch das Gelände. Immer wieder wurde deutlich, wie lebenswichtig selbst kleinste Bunkeranlagen waren - sofern kein Giftgas eingesetzt wurde.
Auch die Zerstörung ganzer Dörfer wurde thematisiert. Am dritten Tag besuchte die Gruppe unter anderem das Dorf Fleury, das im Krieg vollständig vernichtet wurde. Dort ereignete sich einer der bewegendsten Momente der Reise: Peter Sauter schilderte die Geschichte der französischen Offiziere Pierre Millant und Henri Herduin, die sich einem sinnlosen Befehl widersetzten und damit vielen Soldaten das Leben retteten - nur um anschließend ohne Gerichtsverfahren hingerichtet zu werden. Der letzte Brief Herduins an seine Frau, der vorgelesen wurde, hinterließ bei allen Anwesenden einen tiefen Eindruck.
Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch der Gemeinde Vaux. Bürgermeister Armand Falque empfing die Gruppe persönlich und zeigte, wie mithilfe moderner Technik - etwa einer App - das zerstörte Dorf virtuell wieder zum Leben erweckt werden kann. Ein gemeinsamer Umtrunk sowie die Übergabe eines Gastgeschenks durch Bürgermeister Hans Marquart rundeten den Austausch ab.
Den Abschluss der Reise bildete der Besuch des deutschen Soldatenfriedhofs in St. Mihiel. Dort gedachten die Teilnehmer auch zweier gefallener Egesheimer Soldaten, Wilhelm Dreher und Johannes Stierle, deren letzte Ruhestätte sich dort befindet. Mit einer Blumenniederlegung setzte die Gruppe ein stilles Zeichen des Gedenkens - stellvertretend für alle Opfer dieses Krieges.
Die Reise nach Verdun wurde für alle Beteiligten zu einer eindrucksvollen und bewegenden Erfahrung. Nicht zuletzt dank der umfassenden Kenntnisse und der persönlichen Verbindung von Peter Sauter erhielten die Teilnehmer einen Zugang zur Geschichte, der weit über das hinausging, was Bücher vermitteln können. Ein Ausflug, der noch lange nachwirken wird.
Sandra Sauter-Wulfert
16.04.2026
Die Grünschnittannahmestelle ist an jedem 1. und 3. Samstag im Monat in der Zeit von 09.00 – 09.45 Uhr bei der Gemeindehalle geöffnet.
Papiertonne: 24. April 2026
Biotonne: 02. Mai 2026
Werttonne: 05. Mai 2026
Restmüll: 08. Mai 2026
Freundliche Grüße
Ihr Bürgermeister Hans Marquart