Heute möchte ich kurz die Fluss-Seeschwalben vorstellen, für die wir die beiden Brutinseln gebaut haben. Die „neue Brutinsel“ befindet sich am Rand des Laich- und Schongebietes im Baggersee Mittelgrund in Leopoldshafen und steht den Vögeln in diesem Jahr erstmals zur Verfügung. Die „alte Brutinsel“ liegt gerade zur Instandsetzung am Ufer unterhalb von Tante Polly am alten Hafen in Leopoldshafen. An beiden Gewässern sind hin und wieder Paare der Fluss-Seeschwalben unterwegs und können bei der Nahrungssuche beobachtet werden. Ähnlich wie Falken lassen sie sich senkrecht ins Wasser fallen, wenn sie kleine Fische fangen. Ursprünglich brüten die Vögel auf Sand- und Kiesbänken, die im natürlichen Flusslauf entstehen. Dort sind ihre Nester für Füchse und andere Raubtiere nicht erreichbar. Da es solche Kiesbänke in den begradigten Flüssen kaum noch gibt, sind die Fluss-Seeschwalben vom Aussterben bedroht. Künstliche Brutinseln werden manchmal von den Vögeln angenommen und helfen, ihren Bestand zu sichern.
Die Vögel sehen auf den ersten Blick aus wie kleine Möwen, sind aber etwas schlanker – vor allem die Flügelform erinnert eher an Schwalben. Sie habe einen roten Schnabel, rote Füße und eine schwarze Kappe auf dem Kopf und sind recht gut zu erkennen, wenn man sie mal bewusst entdeckt hat. Viel Spaß beim Beobachten, wenn die Fluss-Seeschwalben im März vom Vogelzug zurückkommen. Wenn Sie über Aktionen rund um die Fluss-Seeschwalben informiert werden möchten, melden Sie sich gerne über die Internetseite der Leobande unter www.Leobande.de

