Am Mittwoch, dem 15. April 2026, füllte sich gegen 18:20 Uhr die Schulsporthalle zunehmend mit interessierten Eltern, denn die Carl-Dänzer-Schule hatte zum Infoabend über das neue Konzept des Ganztags eingeladen.
Pünktlich um 18:30 Uhr begrüßten der Schulleiter Herr Zimmermann, der Ortsvorsteher Herr Krapp und Frau Friedrich von der Stadtverwaltung das Publikum. Zahlreiche Eltern, aber auch Vertreterinnen und Vertreter aus dem Kollegium sowie die Mitarbeiterinnen der Kernzeit und des LuF-Programms und auch unser Hausmeister waren gekommen, um sich genauestens über das kommende Schuljahr mit all seinen Neuerungen zu informieren. Ab dem Schuljahr 2026/27 gilt nämlich in ganz Baden-Württemberg: Kinder der 1. Klasse haben einen Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung an der Grundschule. Da Schulleiter Zimmermann aber keine halben Sachen machen wollte, ging er im Sinne der Chancengleichheit direkt „all in“ – und bietet nicht nur den zukünftigen Erstklässlerinnen und Erstklässlern, sondern allen seinen Grundschulkindern von Klasse 1 bis 4 den Ganztag an.
Anschaulich und ausführlich wurde nun das neu erarbeitete Ganztagskonzept dem Publikum präsentiert und zahlreiche Fragen aus der Elternschaft beantwortet. So haben die Eltern unserer Grundschülerinnen und Grundschüler ab kommendem Schuljahr die Wahl zwischen sage und schreibe fünf verschiedenen Betreuungsmodellen: dem traditionellen Halbtagsunterricht, dem Halbtagsunterricht ergänzt durch eine Kernzeitbetreuung, der Ganztagsschule von montags bis mittwochs, der Ganztagsschule von montags bis mittwochs ergänzt durch eine Kernzeitbetreuung und der Ganztagsschule von montags bis mittwochs ergänzt durch eine erweiterte Kernzeitbetreuung, so dass im Bedarfsfall eine Betreuung von Montag bis Freitag von 7.30 Uhr bis 16.00 Uhr gewährleistet werden kann.
Die Bausteine eines gelingenden Ganztagskonzepts, so Zimmermann, seien hier eindeutig eine Kombination aus offenem Anfang am Morgen, einer Rhythmisierung des Schultages im Sinne der Schüler, einem neuen Umgang mit Hausaufgaben, einer engen Kooperation mit Vereinen, um Ganztagsangebote zu schaffen, und einer qualitativen Betreuung. All dies ist ab kommendem Schuljahr an der Carl-Dänzer-Schule geboten. Die Vorteile des offenen Anfangs nahm Rektor Zimmermann besonders in den Fokus. Ein entspanntes Ankommen am Morgen bedeute einen entspannten Start in den Unterricht. Das, was wir Erwachsenen im Berufsleben als „Gleitzeit“ kennen, wird nun auch den Kindern geboten: Zeit zum Ankommen, zum Frühstücken, zum Erzählen, zum Durchatmen, zum Spielen, zum Unterrichtsmaterial richten – einfach Zeit, um positiv in den Unterrichtstag starten zu können. Auch das Thema „Hausaufgaben“ wurde detailliert beleuchtet. Hausaufgaben im klassischen Sinne werde es ab dem nächsten Schuljahr nicht mehr geben, so Zimmermann. Im Ganztag wird aus der Hausaufgaben-Zeit die so genannte Lern- und Übungszeit, kurz LÜZ genannt. Ohne zeitlichen Druck können die Kinder dann beispielsweise in Form von Wochenplänen und begleitet von einer Lehrkraft üben und lernen. Nach der LÜZ folgt im Ganztag dann die Club-Zeit. Es wird ein breit gefächertes Angebot an Clubs geben, und zwar aus den Bereichen Sport, Musik, Kunst, Kochen und Naturwissenschaften, angeboten von unseren Lehrkräften, den beiden zukünftigen Bufdis, der pädagogischen Assistentin, der Schulsozialarbeiterin und verschiedenen Odenheimer Vereinen. Aufgrund der Aufteilung in Trimester werden alle Ganztagskinder insgesamt neun verschiedene Clubs pro Schuljahr besuchen können.
Im Anschluss informierte Frau Friedrich von der Stadtverwaltung noch ausführlich über die Kernzeitbetreuung und die erweiterte Kernzeitbetreuung, die ab dem nächsten Schuljahr das LuF-Angebot ersetzen werden, welches zu diesem Schuljahr hin ausläuft.
Nach einem sehr informativen Abend und vielen Fragen, die geklärt werden konnten, freuen sich die Schulleitung, das Kollegium und alle Mitarbeiter der Carl-Dänzer-Schule auf eine Ganztagsschule voller Begegnung, Lernen und Spaß!
KLK