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Alpensalamander

Der Alpensalamander ist Lurch des Jahres 2026 Verborgenes Leben im Bergwald Noch ist der Alpensalamander ( Salamandra atra ) in Gebieten, in denen...
Salamander
AlpensalamanderFoto: NABU

Der Alpensalamander ist Lurch des Jahres 2026

Verborgenes Leben im Bergwald

Noch ist der Alpensalamander (Salamandra atra) in Gebieten, in denen er vorkommt, häufig anzutreffen. Doch als hochspezialisierte klimasensible Art droht dem Lurch des Jahres 2026 vor allem im Zuge des Klimawandels Gefahr.

Merkmale

Der Alpensalamander ist 12 bis 16 Zentimeter groß und einheitlich schwarz glänzend gefärbt. Die Männchen erreichen nicht ganz die Größe der Weibchen und bleiben kleiner. Im Gegensatz zum plumperen Feuersalamander ist die Gestalt insgesamt zierlicher. Entlang der Körperflanken besitzen die Tiere eine Reihe von warzigen und rundlichen Erhebungen, die Drüsenausgänge enthalten. Der Rumpf wird seitlich durch elf bis dreizehn Rippenfurchen segmentiert. Unterseits sind die Tiere bleigrau gefärbt. Das Männchen lässt sich vom Weibchen äußerlich durch eine etwas stärker gewölbte Kloake unterscheiden. Der Kopf ist etwas länger als breit und das Maul breit abgerundet.

Verbreitung

Der Alpensalamander lebt in den mittleren und hohen Lagen der Alpen sowie der Gebirgen des Balkans. In Deutschland wird daher von der Art nur der Bereich der nördlichen Kalkalpen Bayerns besiedelt.

Lebenweise

Die spezielle Lebensweise mit wenigen Jungen und einer extrem geringen Reproduktionsrate – unter allen Landwirbeltieren besitzt der Alpensalamander auch die längste Tragzeit – bringen gravierende Nachteile mit sich. Noch ist der Alpensalamander in Gebieten, in denen er vorkommt, zwar oft häufig, noch scheint seine Bestandsentwicklung stabil, und die Art gilt in der Roten Liste dementsprechend als ungefährdet. Doch als hochspezialisierte klimasensible Art droht dem Alpensalamander vor allem im Zuge des Klimawandels durch schrumpfende Verbreitungsgebiete Gefahr. Hinzu kommen Risikofaktoren wie die zunehmende Freizeitnutzung durch Skipisten, schwindende Lebensräume durch Biotopzerschneidung und Intensivierung der Almwirtschaft, aber auch der häufige Verkehrstod auf alpinen Straßen und die akute Gefahr durch den gefährlichen Salamander-Chytridpilz.

Lebensraum

Lichte Buchen- und Laubmischwälder, meist mit einem kühlfeuchten Klima in der Nähe von Bächen, werden vom Alpensalamander bevorzugt bewohnt. In Nadelwäldern siedelt die Art nur selten. Oberhalb der Baumgrenze kann man den Alpensalamander auch im Bereich von Alpenweiden, Zwergstrauchfluren, Felsfluren und Schutthalden finden.

Fortpflanzung

Alpensalamander paaren sich außerhalb des Wassers, abhängig von Wetter- und Temperaturbedingungen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Amphibien, die ihren Laich im Wasser ablegen und deren Nachkommen ein Larvenstadium mit Kiemenatmung durchmachen, bringen die lebendgebärenden Alpensalamander ein bis zwei voll entwickelte, rund vier Zentimeter große und lungenatmende Jungtiere zur Welt, die sofort an Land lebensfähig sind. Als einziger mitteleuropäischer Lurch kann der Alpensalamander also unabhängig von Oberflächengewässern existieren – eine Anpassung an die extremen Lebensbedingungen im Hochgebirge.

Gefährdung

Auf Grund ihrer nur regionalen Verbreitung im Alpenraum, stehen Alpensalamander in Deutschland, Österreich und der Schweiz unter Schutz. Dort wo die Art vorkommt ist sie meist sogar ziemlich häufig, so dass eine akute Bedrohung der Art im gesamten Verbreitungsgebiet nicht gegeben ist. Vielmehr ist der Alpensalamander nur lokal durch die Zerstörung des Lebensraumes (zum Beispiel intensive Forstwirtschaft) bedroht.

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