Nussbaum-Logo
NUSSBAUM+
Panorama

Alte neue Voliere im Wildpark

Bisher befand sich angrenzend an das Mümmelland und gegenüber der Esel immer eine Voliere, in dieser haben sich die Pfauen und zeitweise auch...
Foto: Selina Herzog Keilhauer

Bisher befand sich angrenzend an das Mümmelland und gegenüber der Esel immer eine Voliere, in dieser haben sich die Pfauen und zeitweise auch die Puten befunden.

Da die Puten mittlerweile frei unterm Tag laufen und in den Abendstunden in den Stall gesperrt werden um „fuchssicher“ zu sein und die Pfauenhaltung ganz aufgegeben wurde, war es Zeit, die Voliere umzubauen.

In guten 15 Tagen Arbeitszeit wurde die alte Voliere abgerissen. Anschließend wurde mit dem Bau der neuen Voliere begonnen.

Ein neues Netz musste her, die Voliere musste neu eingerichtet werden, ein Zugangstor in Richtung Mümmelland wurde installiert, und die Bepflanzung musste geändert werden. Natürlich muss auch hier alles für die neuen Bewohner sicher werden, sodass kein Marder oder Fuchs in der Nacht zu Besuch kommen kann.

Die Voliere ist nun gute 5,3 Meter hoch. Das gespannte Netz hat eine Größe von insgesamt 207 Quadratmeter, über 1800 Schrauben in unterschiedlichsten Formen und Größen wurden verbaut. Für die Pfostenschuhe wurden 1,5 Kubik Beton gegossen und der gesamte Aufbau hat knapp sechs Wochen gedauert.

Im Wildpark bereits bekannte Mitbewohner haben hier nun ihr künftiges Zuhause gefunden: Die Nackthalshühner.

Kurios und etwas komisch sehen sie aus, wie ein krankes, verletzliches Huhn, ohne Federn am Hals. Aber eigentlich ist diese vom Aussterben bedrohte Nutztierrasse weit mehr als nur komisch anzusehen.

Die Tiere haben ein sehr ruhiges Gemüt und halten trotz der fehlenden Federn am Hals Minusgrade im zweistelligen Bereich locker aus. Somit sind sie robuster als so mach anderes Landhuhn.

Bei der Nackthalsigkeit handelt es sich vermutlich um eine zufällige Veränderung des Erbgutes. Die Nackthalsigkeit wird aber dominant vererbt. Würden wir die Tiere mit unseren Bayrischen Zwerglandhühner halten, hätten wir die bunten bayrischen Hühner … nur mit einem nackten Hals.

Als Farbenschläge haben wir dort gesperberte Tiere. Ursprünglich kommen diese aus Österreich und Ungarn. Laut der Liste der GEH (Gesellschaft zur Erhaltung alter und bedrohter Nutztierrassen) sind die Tiere als stark gefährdet gelistet.

Übrigens: Der nackte Hals ist bei den Küken bereits ab dem ersten Lebenstag zu erkennen und sieht wahrlich ulkig aus.

Wer weiß, vielleicht erwarten wir bald noch einen weiteren Mitbewohner in unserer „FKK-Voliere“…

Erscheinung
Kleiner Odenwald – aktuell
NUSSBAUM+
Ausgabe 25/2026
von Wildpark Schwarzach
17.06.2026
Dieser Inhalt wurde von Nussbaum Medien weder erfasst noch geprüft. Bei Beschwerden oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte an den zuvor genannten Erfasser.
Orte
Aglasterhausen
Neunkirchen
Schwarzach
Kategorien
Panorama
Tiere, Natur & Umwelt
Passende Themenseiten
Deine Saison
Deine Saison
Feste, Märkte & Traditionen
Feste, Märkte & Traditionen
Freizeit & Unterhaltung
Freizeit & Unterhaltung