Am Rande bemerkt
Die Attraktivität von Städten und Gemeinden bemisst sich längst nicht mehr nur an harten Standortfaktoren wie verfügbaren Bauplätzen, Kitas oder der Verkehrsanbindung. Immer stärker rückt die sogenannte „weiche“ Infrastruktur in den Fokus: Wo und wie lässt sich unbeschwert die Freizeit verbringen, wenn der Alltag mal Pause hat?
Mosbach hat in dieser Hinsicht über die Jahre ein Profil entwickelt, welches den Spagat zwischen stadtnahem Naturerlebnis und moderner Freizeitgestaltung unternimmt. Wer an einem Wochenende den Blick schweifen lässt, erkennt schnell die vielfältigen Anlaufpunkte, die das kleinstädtische Leben hier im ländlich geprägten Raum für alle Generationen bereithält – von Kultur über Gastronomie bis hin zur Bewegung, die so wichtig für das gesundheitliche Wohlbefinden ist. Gedacht ist in der Gesamtkonzeption an junge Familien mit Kindern, aber auch an ältere Menschen, die sich ihre Lebensqualität durch Aktivität erhalten wollen.
Das weitläufige Areal des ehemaligen LGS-Geländes vom Stadtgarten über den Kleinen bis hin zum Großen Elzpark dient als „grünes Wohnzimmer“ der Stadt. Und eben dieses erhält nun quasi noch ein natürliches „Planschbecken“ für den Nachwuchs. Mit den vielfältigen Wasserspielzeugen entsteht dabei sogar ein pädagogischer Nutzen.
Das „liebe Geld“ spielt aber freilich auch bei solchen Dingen immer eine Rolle – die Kosten werden auf rund 346.000 Euro beziffert, die zur Hälfte über Leader-Fördermittel des Landes Baden-Württemberg gedeckt werden. Im angespannten städtischen Haushalt wurden sie mit 400.000 Euro sogar etwas höher eingeplant. Stemmbar dürfte das Projekt wohl nur dank dieser Fördermittel gewesen sein. (frh)



