
In einer Welt voller Krisen sind gute Nachrichten selten. Schlechte Nachrichten finden mehr Aufmerksamkeit und lassen sich von den Medien besser verkaufen. Umso mehr haben wir uns über die positive Nachricht vom 19. März 2026 gefreut.
In Belarus sind 250 Gefangene freigelassen worden. Sie waren aus politisch motivierten Gründen inhaftiert. Zu den Freigelassenen gehören unter anderem die Menschenrechtsverteidigerinnen Marfa Rabkova und Nasta Loika. Die Haftentlassungen sind Teil eines Abkommens mit den Vereinigten Staaten. Amnesty International hatte sich für einige der Gefangenen jahrelang intensiv engagiert.
Auch die Amnesty-Gruppe Ladenburg-Schriesheim hatte sich in den letzten fünf Jahren mehrfach mit Petitionen und Appellbriefen insbesondere für die Freilassung von Marfa Rabkova und Nasta Loika eingesetzt. Bei den vielen BürgerInnen der Region, die uns dabei mit ihren Unterschriften unterstützt haben, möchten wir uns herzlich bedanken. Es ist auch ihr Erfolg. Auch die scheinbar kleinen Beiträge können Leben retten und zur Würde der Betroffenen beitragen.
Marie Struthers, Direktorin für Osteuropa bei Amnesty International, erklärt dazu:
„Die Freilassung von Hunderten von Personen, die zu Unrecht wegen politisch motivierter Anschuldigungen inhaftiert waren, ist ein begrüßenswerter Schritt. Er darf aber nicht mit Gerechtigkeit verwechselt werden. Marfa Rabkova, Nasta Loika, Valiantsin Stefanovich und die anderen Personen hätten keinen einzigen Tag im Gefängnis verbringen dürfen. Freiheit darf niemals das Produkt eines geopolitischen Feilschens auf dem Rücken von Menschen sein. Der Gerechtigkeit wird erst dann Genüge getan, wenn die Verantwortlichen für die unrechtmäßige Inhaftierung dieser Menschen zur Rechenschaft gezogen werden.“
Deshalb fordern wir: Die belarussischen Behörden müssen sofort und bedingungslos alle weiteren Personen freilassen, die nur wegen der Ausübung ihrer Menschenrechte inhaftiert sind. Sie müssen deren Verurteilungen aufheben und die systematische Repression gegen Regierungskritiker*innen beenden. Weitere Repressalien, einschließlich der Festnahmen und Inhaftierungen, die wir beobachten, sind inakzeptabel.
Setzt euch weiter für die in Belarus willkürlich inhaftierten Gefangenen ein!
Wenn du mehr erfahren willst und du dich für die Arbeit in unserer Amnesty-Gruppe interessierst, dann komm am Samstag, dem 18. April 2026, 10.30 bis 12.30 Uhr, zu unserem nächsten Treffen im Begegnungszentrum & Café „mittendrin“, Kirchstraße 4 in Schriesheim.
Wir freuen uns auf deinen Besuch!
Roland Dubberke
Gruppe Ladenburg-Schriesheim
kontakt@amnesty-ladenburg-schriesheim.de
www.amnesty-ladenburg-schriesheim.de