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Amphibienschutz hautnah – Ein spannender Einblick für die 5. Klassen am Bergstraßen-Gymnasium

Viele Amphibien verschwinden unbemerkt – ihr „heimliches Ableben“ geschieht meist nachts und im Verborgenen. Genau hier setzt die Arbeit des BUND-Ortsverbands...
Ein Schüler beim Aussetzen eines FroschesFoto: Bild: Annika Ehrhard

Viele Amphibien verschwinden unbemerkt – ihr „heimliches Ableben“ geschieht meist nachts und im Verborgenen. Genau hier setzt die Arbeit des BUND-Ortsverbands Hemsbach-Laudenbach an. Der Verband engagiert sich intensiv für den Naturschutz und organisiert jährlich rund 60 Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche, etwa die Naturschule oder die Wald-AG.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Amphibienschutz. Dabei werden Tiere eingesammelt, sicher über Straßen gebracht und wieder ausgesetzt. Zusätzlich legt der BUND neue Gewässer an, um Lebensräume zu schaffen.

Die 5. Klassen des Bergstraßen-Gymnasiums freuten sich sehr über den Besuch von Hern Somplatzki, der sich ehrenamtlich beim BUND engagiert und im Rahmen des Biologieunterrichts spannende Informationen über die Tiere, ihre Lebensweise, aber auch über Gefahren mit den Schülern und Schülerinnen teilte. Besonders anschaulich wurde der Unterricht durch detailreiche Fotografien von Uwe Somplatzki sowie durch realistische Modelle. Bei der Vorstellung verschiedener Arten wie Erdkröte, Grasfrosch, Grünfrosch, Kammmolch und Feuersalamander hörten die Schülerinnen und Schüler auch die typischen Laute, etwa das Quaken des Grünfroschs.

Besonderes Interesse weckte der Feuersalamander, der bei Gefahr ein Gift absondern kann, das für den Menschen jedoch meist harmlos ist. Dennoch ist die Art stark bedroht, unter anderem durch einen eingeschleppten Pilz, der sich sogar über verschmutzte Schuhe verbreiten kann.

Die Lernenden stellten viele Fragen, etwa zur Entwicklung der Tiere oder zu bekannten Wetterregeln. Dabei wurde deutlich, wie stark Amphibien unter Umweltveränderungen, wie z. B. heißen Sommern und dem Verlust von Lebensräumen, leiden, was zu einem deutlichen Rückgang vieler Arten führt.

Der Besuch vermittelte nicht nur Wissen, sondern stärkte nachhaltig das Bewusstsein für den Schutz der heimischen Tierwelt.

Text: Annika Ehrhard

Erscheinung
Mitteilungsblatt der Gemeinde Laudenbach
Ausgabe 17/2026
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