Im Gemeindewald Heiningen hat sich in letzter Zeit einiges getan: Die Gemeinde Heiningen hat gemeinsam mit Revierleiter Simon Zoller und dem Naturschutzbund Mittleres Fils- und Lautertal (NABU) mehrere neue Tümpel für den Amphibienschutz angelegt.
Ziel der Aktion ist es vor allem, die heimische Krötenpopulation zu erhalten und zu verbessern. Die sogenannten „Fröschlessammler“ an der K 1425 haben zwischenzeitlich die Arbeit eingestellt, da es kaum noch Individuen gab, die in den Behältern gefangen wurden.
Um Wanderungsverlusten zu begegnen, gab es die Idee, im Wald- bzw. am Waldrandbereich Wasserflächen anzulegen, um eine Wanderung zu vermeiden. Dafür wurden an geeigneten Stellen kleine Freiflächen im Wald genutzt, auf denen sogenannte Laichtümpel entstanden sind. Diese bieten Amphibien wie Kröten und Fröschen ideale Bedingungen zur Fortpflanzung.
Doch die Tümpel haben noch einen weiteren wichtigen Nutzen: Sie helfen dabei, Wasser im Wald zu halten. Regenwasser bzw. Oberflächenwasser wird gezielt in die Tümpel geleitet. So wird verhindert, dass es schnell aus dem Wald in Bäche abfließt. Stattdessen sammelt sich das Wasser und versickert nach und nach im Boden.
Gerade in trockenen Zeiten ist das ein großer Vorteil: Die gespeicherte Feuchtigkeit kommt den Pflanzen und Bäumen zugute und unterstützt den Wald dabei, besser mit Hitzeperioden zurechtzukommen.
Die neuen Tümpel sind also ein Gewinn für Natur und Wald zugleich – sie fördern die Artenvielfalt und tragen dazu bei, den Wasserhaushalt im Wald zu verbessern.
Revierleiter Bad Boll Simon Zoller