Unter dem Motto „Begegnung – Reparaturen – Lebensart!“ hat sich das Ostwind Café, das auch als Repair-Café bekannt ist, in der Oststadt längst zu einem echten Geheimtipp entwickelt.
Am vergangenen Samstag stattete der CDU-Landtagsabgeordnete Andreas Sturm dem Projekt im Pfarrsaal der Römisch-Katholischen Kirchengemeinde St. Maria in Schwetzingen einen Besuch ab und zeigte sich beeindruckt von dem ehrenamtlichen Engagement vor Ort. Empfangen vom Ko-Initiator Reinhold Bertrand informierte sich Sturm über das Konzept des Repair-Cafés, das seit rund einem Jahr jeden dritten Samstag im Monat von 14 bis 16 Uhr seine Türen öffnet. Während selbst gebackener Kuchen und eine Tasse Kaffee für gesellige Atmosphäre sorgen, nehmen sich drei bis vier freiwillige Reparateure defekten Geräten, Lampen oder Haushaltsgegenständen an. Auch eine Näherin gehört zum Helferteam und verhilft beispielsweise gerissenen Blusen zu neuem Leben.
„Etwa 50 Prozent der mitgebrachten Geräte können tatsächlich wieder instandgesetzt werden“, berichtet Bertrand dem interessierten Abgeordneten. Doch das Ziel sei weit mehr als nur Reparatur: Das Café dient vor allem als sozialer Treffpunkt – ein Angebot, das in der Oststadt schmerzlich fehlt. "Ein normales Café gibt es hier nicht mehr. Für viele, gerade ältere Menschen, ist unser Repair-Café ein echter Gewinn an Lebensqualität", betont Bertrand.
Die Veranstaltung in den Räumlichkeiten der katholischen Kirchengemeinde basiert vollständig auf ehrenamtlicher Arbeit und finanziert sich durch Spenden. Das große Interesse der Besuchenden zeigt: Das Repair-Café trifft den Nerv der Zeit – ökologisch sinnvoll, sozial verbindend und lokal verwurzelt.
Andreas Sturm zeigte sich beeindruckt: „Es ist bemerkenswert, was hier auf die Beine gestellt wurde. Der Einsatz der Ehrenamtlichen ist nicht nur nachhaltig, sondern auch gesellschaftlich enorm wertvoll.“ (pm/red)
Interessierte können sich gerne an mail@ostwindcafe.de wenden, weitere Infos unter: www.instagram.com/ostwindcafe