Der diesjährige Vereinsausflug des Akkordeon-Orchesters Baltmannsweiler e.V. (AOB) fand vom 14. bis zum 17. Mai ins Kleinwalsertal statt.
Wieder einmal hatte Claudia Naynert in wochenlanger Vorbereitung den jährlichen Ausflug des AOB geplant. Diesmal ging es für 4 Tage auf die Jahnhütte ins Kleinwalsertal. Die Selbstversorgerhütte liegt auf 1200 m. Bis auf Getränke muss alles mitgebracht werden. Da man nur mit einem einzigen Auto die letzten steilen 750 m zur Hütte fahren darf, ist der Transport von Lebensmitteln, Gepäck und allgemeinen Mitbringseln eine logistische Herausforderung. Im Vorfeld gab es 24 Anmeldungen, daher musste reichlich eingekauft werden. Auch die Belegung der 2- bis 6-Bett-Zimmer galt es zu meistern. Da jede und jeder tatkräftig anpackte, wurde es ein traumhaftes verlängertes Wochenende.
Das Kleinwalsertal empfing uns am Donnerstag mit eher trübem Wetter und leichtem Schneeregen. Dies tat jedoch der Stimmung keinen Abbruch. Als die Wolken aufrissen, brach man zu einer kleinen Wanderung ins Wildental auf. Nach einer Stunde zog ein Schneesturm auf. Zum Glück war das Ziel, die Innere Wiesalpe, schon ganz nah. Auf 1298 m harrte man aus, ehe es wieder zurück zur Jahnhütte ging. Zum Glück kam dann die Sonne heraus, so dass wie geplant gegrillt wurde. Danach eröffnete Ingo die Bar und es wurde ein langer Abend an der Feuertonne.
Freitag hieß es früh aufstehen. Mit der Wanderung zu den Kessellöchern stand ein größerer Ausflug an. Gestartet wurde an der Auenhütte zu Füßen des Hohen Ifen. Nach einem kurzen, aber steilen Anstieg ging es entlang der Schwarzwasser. Es gab zahlreiche Auswaschungen und Wasserfälle zu bestaunen. Leider waren auf diesem Weg die Hütten noch alle geschlossen. So wurden die Proviant-Rucksäcke von Pause zu Pause immer leichter. Mit Spaghetti Bolognese und frischen Salaten stärkte man sich dann abends auf der Hütte. Draußen zog ein Regentief durch und so blieben alle in der Stube. Es wurde gespielt, geredet und viel gelacht.
Wie angekündigt war der Regen während der Nacht in Schnee übergegangen. Wir waren eingeschneit! Daher hatte man schon am Vorabend Ausschlafen und ein spätes, ausgiebiges Frühstück geplant. Als mittags die Sonne herauskam, konnte wie geplant die Breitach-Klamm erwandert werden. Es ist die tiefste Felsenschlucht Mitteleuropas und ein absoluter Höhepunkt. Zurück an der Jahnhütte war der Schnee schon fast wieder verschwunden. Am Abend gab es hausgemachte Maultaschen und Kartoffelsalat. Familie Wieland hatte zum Anlass ihrer Geburtstage alles vorbereitet. Bis tief in die Nacht wurde gemeinsam gesungen, gespielt und gefeiert.
Der Sonntagmorgen empfing uns mit strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel. Rasch wurde gefrühstückt. Dann packten alle – wie schon die ganzen Tage – mit an, um die Hütte aufzuräumen und zu putzen. Zum Abschluss ging es zu einer letzten Wanderung ins Gemsteltal. Man startete auf 1200 m in Mittelberg. Eine erste Rast wurde auf der Naturalp Gemstel-Schönesboden auf ca. 1300 m eingelegt. Manche wanderten von dort direkt zu Bernhard’s Gemstelalpe, ebenfalls auf ca. 1300 m. Eine kleine Gruppe macht sich noch auf in die Gemstel-Klamm. Hier wurde es gleich hochalpin. Bis auf 1510 m kletterte man empor, um die herrliche Aussicht auf den Widderstein und das Walser Geißhorn zu genießen. Wieder zurück bei den anderen hieß es dann Abschied nehmen.
Es war ein wunderbares Wochenende!


