Nussbaum-Logo
Lage bleibt aber angespannt

Arbeitslosigkeit in BW im Februar leicht gesunken

Trotz leicht sinkender Arbeitslosenzahlen bleibt die Lage in Baden-Württemberg angespannt. Besonders junge Menschen sind zunehmend betroffen, wie aktuelle Daten zeigen.
Bundesagentur für Arbeit Baden-Württemberg
Die Arbeitslosigkeit geht im Februar 2026 in Baden-Württemberg leicht zurück. Dennoch bleibt sie weiterhin auf hohem Niveau. (Symbolbild)Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Die wirtschaftliche Flaute sorgt weiter für einen angespannten Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg. Im Februar sank die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 1,2 Prozent auf 306.785 Menschen, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Stuttgart mitteilte. Die Arbeitslosenquote lag weiterhin bei 4,8 Prozent. Ein Rückgang der Arbeitslosigkeit sei saisonüblich. Die Arbeitslosigkeit verharre weiterhin auf einem hohen Niveau.

Nach Angaben der Arbeitsagentur waren im Februar 27.480 junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos – ein Anstieg von 3,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Die Arbeitslosmeldungen junger Menschen seien seit 2022 nahezu unterbrochen gestiegen, zuletzt überdurchschnittlich im Vergleich zu anderen Personengruppen. Die Agentur griff für die Statistik auf Datenmaterial zurück, das bis zum 11. Februar vorlag.

Erholung des Arbeitsmarkts nicht erkennbar

Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg, Martina Musati, sagte, wer eine Ausbildung abgeschlossen habe, dürfe nicht am Anfang seiner Karriere scheitern. «Jugendliche brauchen echte Einstiegschancen – ins Arbeitsleben nach der Ausbildung und in die Ausbildung nach dem Schulabschluss. Deshalb ist es so wichtig, dass die Unternehmen im Land ihre Ausbildungsbereitschaft hochhalten.»

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) sagte, die Lage bleibe angespannt. «Eine durchgreifende Erholung ist derzeit nicht erkennbar.» Der Arbeitsmarkt stehe weiterhin unter dem Einfluss von geopolitischen Spannungen und handelspolitischer Restriktionen. Gleichzeitig zeigten sich in zentralen Industriebereichen langfristige, strukturelle Anpassungsprozesse. Besonders die exportorientierte Industrie stehe unter starkem Druck, was sich auf Investitionsentscheidungen und Beschäftigungsperspektiven auswirke.

DGB-Landeschef Kai Burmeister beklagte, der Abbau von Industriearbeitsplätzen und die steigende Jugendarbeitslosigkeit seien nicht hinnehmbar. «Entlassungen darf es in Baden-Württemberg nicht geben. Für uns gilt: Jeder Arbeitsplatz zählt. Die Gewerkschaften werden mit ganzer Kraft für den Erhalt aller Jobs kämpfen und dafür sorgen, dass kein junger Mensch abgehängt wird.»

Erscheinung
exklusiv online
Orte
Stuttgart
Kategorien
Wirtschaft
Passende Themenseiten
AusbildungsSCOUT
AusbildungsSCOUT
Bildung & Beruf
Bildung & Beruf
Job & Karriere
Job & Karriere